Ich und die Meinen

Ich und die Meinen

Herzlich willkommen!

So, das bin ich! Ich bin Kurt Palfi. Ich habe mir gedacht, jetzt muss mal ein neues Foto her. Leider hat Onkelchen ein Nacktfoto von mir hochgeladen. Aber ich sehe doch noch recht proper aus!
Wir (das sind ich, mein missratener Sohn Gianni Dona und Onkelchen, der alles für uns tippt) lästern in diesem Blog über alles, was gerade anfällt: Fußball, Politik, Film und Fernsehen, alles Mögliche. Viel Spaß!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Make 2010 history!

Kurz vor Jahresschluss wollte ich noch zeigen, wie weitverzweigt meine Familie ist und wieviele wichtige historische Persönlichkeiten in meiner Ahnengalerie schlummern. Mein Sohn Gianni hält sich ja bekanntlich für die Wiedergeburt von Diego Maradona - das ist insofern befremdlich, da der derzeitige argentinische Nationaltrainer noch unter den Lebenden weilt, tut aber anderweitig nichts zur Sache. Aber auch Barack Obama gehört zur weitläufigen Verwandtschaft:

Auch französische Kaiser finden Platz in meiner Ahnengalerie:

Diesen Herren kenne ich dagegen nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es sich um Charlie Chaplin in der Rolle des "Großen Diktators" handelt.

Nochmals alles Gute fürs Neue Jahr 2010!

2009 ist Geschichte!

Am Ende dieses Jahres wollte ich mich noch einmal melden. Ich bin in letzter Zeit einfach zu faul gewesen, meinen Blog zu aktualisieren (sorry), aber das wird sich nächstes Jahr ändern (erster guter Vorsatz fürs neue Jahr)!
Onkelchen pflegt seine Jahresenddepression - die hat er immer am 31.12. Diesmal scheint sie besonders schlimm zu sein: Er hat sich schon angesehen, welche Züge nach Eilvese fahren (das liegt bei Neustadt am Rübenberge und ist der Ort, an dem sich Robert Enke das Leben nahm).
Aber ich warne davor, sich Robert Enke in dieser Hinsicht zum Vorbild zu nehmen! Onkelchen ist schließlich kein Nationaltorwart - dem Vernehmen nach soll er jedoch im Schulfußball als Torwart nicht schlecht gewesen sein. Ob das allerdings an seinem Torwart-Talent lag oder schlicht und einfach daran, dass Onkelchen so fett war, dass kein Ball an ihm vorbeikam, lassen wir mal dahingestellt. Erfahrungsgemäß geht es Onkelchen aber am Morgen des 1.1. wieder viel besser. Nur am 1.1. 2009 war es Onkelchen sterbenselend zumute gewesen - Tante Dilein übrigens auch. Denn das merkwürdige Fondue, das sie am letztjährigen Silvester bei einer Bekannten genossen hatten, sorgte für eine grausige KuD-Orgie (KuD steht für Kotzen und Durchfall), daran war definitiv nicht der Alk schuld, nicht zuletzt deshalb, weil Tante Dilein ohnehin fast nie was trinkt, höchstens an Silvester ein ganz kleines Glas Sekt.
Insofern kann 2010 nur besser werden. Und das wünsche ich Euch und Ihnen allen!
Rutscht gut ins neue Jahr, rutscht nicht aus, und welcome back in 2010!

Freitag, 18. Dezember 2009

Mehr Toleranz, bitte!

Onkelchen hat diese Woche auf seiner Betriebsweihnachtsfeier erzählt, dass er unter der Woche mit einem asiatischen Elefantenbullen - also mir - zusammenlebt. Natürlich unter Alkoholeinfluss, anders lässt sich das ja kaum denken. Seine Kolleginnen und Kollegen haben ihn dann wie einen perversen Kinderschänder angeschaut - vermutlich hat er noch erzählt, dass ich zur Zeit alleinerziehender Vater zweier missratener Bullenkälber bin! Ich kann an dieser Stelle nur zu größerer Toleranz gegenüber alternativen Lebens- und Partnerschaftsmodellen aufrufen. Die Toleranz gegenüber gleich- und zwischengeschlechtlichen Lebensformen wird ja ebenfalls erfolgreich eingefordert. Da muss auch eine Nische für eine Partnerschaft zwischen Menschen und Dickhäutern existieren dürfen. Und wenn jemand es genau wissen will: Ich liege oben!

Was hat Adolf Hitler mit Robert Enke zu tun?


Nicht die "Gala", nicht der "Spiegel" und schon gar nicht die "Bild", sondern einzig und allein die "Titanic" kam auf die Idee, den Selbstmord von Robert Enke mit einem Hitler-Titelbild zu thematisieren (siehe oben). Onkelchen - der alte Zyniker - musste sich deshalb die Dezember-Ausgabe sofort kaufen!

Freitag, 4. Dezember 2009

Onkelchens Senf: Keine leichte Gruppe für Deutschland

Ich habe gerade wieder Kontakt zu Onkelchen und frage ihn, wie er die deutsche Gruppe einschätzt.
Onkelchen:
Na gut, es ist nicht die Hammergruppe, die ich zuerst für die deutsche Mannschaft vorhergesehen habe. Das bedeutet aber nicht, dass Jogi Löw und sein Team sich in aller Ruhe zurücklehnen können. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir lieber gewesen wäre, wenn ein Gegner dabei wäre, den man gut kennt und den man nicht unterschätzen kann. So etwa wie Frankreich oder Portugal. Da weiß man einfach, dass man von Anfang an auf der Hut sein muss. Und gelingt es vielleicht sogar, einen solchen Gegner in der Vorrunde zu schlagen, dann ist man einfach drin im Turnier. Dann ist das Selbstvertrauen da und weiß, man hat eine namhafte Mannschaft besiegt, das Potenzial ist da, man kann weit kommen.
Ich will nicht sagen, dass die Gruppe eine "Todesgruppe" ist - das trifft schon eher auf die Gruppe A mit Südafrika, Mexiko und Frankreich oder die Brasilien-Gruppe mit Portugal und der Elfenbeinküste zu. Da ist jedes Spiel von vornherein ein Endspiel. Der Vorteil einer solchen Gruppe ist aber ganz eindeutig, dass man ganz genau weiß, was die Uhr geschlagen hat! In einer Gruppe mit Australien, Ghana und Serbien könnte man vielleicht meinen, das Weiterkommen ist gesichert. Aber dann passiert vielleicht folgendes, was man ja nur allzu gut kennt: Im ersten Spiel nur ein Unentschieden, weil man den Gegner unterschätzt - vielleicht nur unterschwellig, aber trotzdem. Und dann fehlt das Selbstvertrauen, man würgt sich so durch. Das ist so ein bisschen das, was uns 1998 in Frankreich passiert ist. Damals hatten wir es mit den USA, Jugoslawien und dem Iran zu tun. Die USA waren damals noch weit davon entfernt, was die Mannschaft heute leistet. Aber gegen die USA war es eben ein eher mit Krampf errungenes 2-0, das niemand zufriedenstellte. Da kam Unruhe ins Team, beim 2-2 gegen Jugoslawien konnte man gerade noch mit Ach und Krach eine Niederlage abwenden. Und das 2-0 gegen den Iran war eben auch nicht übezeugend. Und dann fehlt einfach der Schwung, den ein Team braucht, das wirklich glaubwürdig einen Anspruch auf den Titel anmelden will.
Denn das darf man nicht vergessen: Diese Teams sind alle stark und sie sind alle mit Recht bei diesem Turnier dabei. Das muss man sich klar machen und nur so kann man diese Gruppe zu einer Startrampe für etwas ganz Großes machen.

OK. Und was meint Gianni?
Gianni Dona: Ardentinien dewinnt den Titel mit Messi und Maradona!

Brasilien erwischt die Todesgruppe!

Brasilien
Elfenbeinküste
Nordkorea
Portugal

Das wird happig und verspricht hochattraktive Begegnungen!

Serbien geht gegen Deutschland!

Die deutsche Gruppe sieht folgendermaßen aus:
-Deutschland
-Australien
-Serbien
-Ghana
Onkelchen gibt wieder seinen Senf dazu: Deutschland hat immer gegen Jugoslawien gespielt (und gewonnen), wenn es Weltmeister wurde. Da Serbien der Erbe von Restjugoslawien ist, hat Deutschland allerbeste Chancen! Ein gutes Omen für Jogi Löw!

Otto spielt gegen Argentinien!

Griechenland landet in der Argentinien-Gruppe.

Jetzt ist der europäische Topf noch dran.

Frankreich spielt in der Südafrika-Gruppe. Südafrika hat mit Mexiko, Uruguay und Frankreich fast eine Todesgruppe erwischt.

Ghana geht zu Deutschland!!!

Das ist auch nicht zu unterschätzen, vor allem nicht auf afrikanischem Boden. Die Black Stars sind Deutschlands letzter Vorrundengegner.

Algerien geht zu England!

Puuuh, keine Wiederholung der Schande von Gijon.

Brasilien kriegt die Elfenbeinküste!

Nicht sehr angenehm für die Selecao.

Onkelchens Senf:

Ich war seinerzeit in Stuttgart beim legendären 2-2 von Australien gegen Kroatien dabei. Die Aussies geben nie auf, sie sind beherzte Kämpfer, geben kein Spiel verloren. Beware of the Socceroos!

Deutschland kriegt Australien als ersten Gruppengegner!!!

Hmm, das wird nicht einfach.

Eröffnungsspiel: Südafrika - Mexiko!

Gianni Dona sagt: Tolles Los, eine attraktive Paarung. Südkorea geht in die Gruppe B zu Argentinien. Damit ist Onkelchens Prognose hinfällig.

Deutschland geht in Gruppe D!

Gutes Omen: 1990 war Deutschland ebenfalls in Gruppe D. Und wie das endete, wissen wir noch alle: Un'estate italiana...

Es geht los!

Südafrika wird in Gruppe A auf Platz 1 gesetzt. Aber das war klar!
Argenien wird Gruppe B anführen. Das wird Gianni interessieren.

Macht endlich hinne!

Bis jetzt nur Gelaber! Jetzt kommt auch noch Haile Gebrselassie auf die Bühne, der zweimal Marathon-Olympiasieger war. Was hat der mit Fußball zu tun? Dann der Rugby-Trainer Südafrikas. Hallo!!!! Es geht hier um Fußball!!!

Jetzt wird's spannend!

Der Generalsekretär der FIFA betritt die Bühne. Jetzt wird's spannend!!! Er scheint es gar nicht ungern zu haben, neben Charlize Theron r Bühne zu stehen. Aber jetzt wird erstmal das Prozedere erklärt. Gähn...

Katrin Müller-Hohenstein hat keine Ahnung!

Da muss ich mich als Elefant jetzt wehren: Katrin Müller-Hohenstein, diese unerträglich arrogante ZDF-Reporterin, die die Übertragung der WM-Auslosung moderiert hat sinngemäß gemeint: Dass Elefanten Fußball spielen, habe sie bis jetzt auch noch nicht gesehen. Wie ignorant muss man sein, um das nicht zu wissen? Hier ist der Beweis! Wer hat denn diese Müller-Hohenstein überhaupt installiert? Deswegen werden Onkelchen und mein kleiner Sohn Gianni Dona (der sich für die Wiedergeburt des derzeitigen argentinischen Nationaltrainers hält) die Auslosung exklusiv für unseren Blog kommentieren.

Onkelchen sieht Todesgruppe voraus!

Tja, die Spannung steigt! Heute findet ja in Kapstadt die Gruppenauslosung für die WM 2010 statt. Onkelchen hat (anders bei der letzten WM und EM) keine Karten, aber er versucht im geheimen immer noch an welche ranzukommen (blöd nur, dass Tante Dilein ihm unmissverständlich klargemacht hat, dass sie NICHT nächstes Jahr zur WM zu reisen wünscht. Definitiv.).
Onkelchen versteht ja was vom Fußball, er war ja früher schließlich Sportreporter bei einem obskuren Lokalsender und hat als solcher früher Schnee, Wind und Regen getrotzt, um über die Spiele der Fußballvereine aus dem Sendegebiet zu berichten (er hatte damals sogar eine interne Rangliste aufgestellt, wo es in der Pause die besten Bockwürste gibt. Echt wahr.). Und als solchermaßen qualifizierter Fußball-Experte gibt Onkelchen jetzt seine Prognose für die deutsche Gruppe ab:

- Deutschland
- Frankreich (ooooh, muss das sein?)
- Elfenbeinküste (das wird meine afrikanischen Vettern freuen)
- Südkorea

Damit hat Onkelchen dem Team von Jogi Löw ja eine echte Todesgruppe vorausgesagt, in der jeder jeden schlagen kann. Onkelchen nimmt das aber locker. Er sagt: "Die unsern sollen sich mal von Beginn anstrengen!"
Sein Wort in Gottes Gehörgang...

Sonntag, 22. November 2009

Wow! Rihanna hat Cellulite! Das muss die Welt erfahren!

Was uns das Internet nicht alles erzählt! Rihanna, die nette kaffeebraune Schönheit, die uns unter anderem ihren Regenschirm nähergebracht hat ("... under my, under my, under my umba-rella..." war doch ein absoluter Ohrwurm vor ein paar Jahren), leidet offensichtlich nicht nur unter häuslicher Gewalt, sondern auch unter Cellulite (hier der Link zu dieser schockierenden Nachricht!).
Ein bekannter deutscher Fußballspieler und -trainer (sein Name fällt mir gerade nicht ein) hätte dazu gesagt: "Das interessiert mich, als ob in China ein Radl umfällt". Das Internet bringt und zwitschert uns allerdings diese Nachrichten frei Haus und lenkt damit von der desaströsen Haushalts- und Wirtschaftslage ab. Dem Internet müsste man dafür einen Orden verleihen.
Onkelchen aalt sich dagegen derzeit in musikalischer Nostalgie. Nachdem endlich seine lange erwartete Dreifach-CD mit den besten Werken von Mike Oldfield eingetroffen ist, hört er zur Zeit nur noch das Zeug. Mike Oldfield war vor nun schon über 25 Jahren der letzte Schrei, damals war Onkelchen mit seinen Klassenkameraden und -innen im Schullandheim.
Onkelchen war damals noch nicht so weit, englischsprachige Songs zu hören - er war damals der Meinung, man dürfe sich der englischsprachigen Musik nur öffnen, wenn man deren Texte verstehe. Sonst laufe man ja Gefahr, sich widerspruchslos den abwegigsten Plunder vorsingen zu lassen. Als ob das Teenager je gestört hätte... Onkelchen hörte stattdessen lieber NDW (Neue Deutsche Welle, das ist so was mit "Da Da Da" und "Katherine Katherine") und Schlager und galt bei seinen Klassenkamerad/inn/en deshalb als hoffnungslos altmodisch und hinter dem Mond. Dabei waren so Sachen wie "Paper Late" von Genesis, was damals hip war, auch nicht uuunbedingt so tiefschürfend.
Aber egal. Interessant war, dass es damals in der Schülerzeitung (1983) Leute gab, die Plattenkritiken verfassten und dabei über das "neue musikalische Konzept" von Leuten wie Mike Oldfield philosophierten (Oldfield begann seinerzeit, auch kürzere Stücke zu machen, anstatt die ganze LP mit schwer zugänglichem Instrumentalkrimskrams zu beschallen - seine "echten Fans" tragen ihm dies heute noch nach). Oh my! Der Verdacht ist ja leider nicht ganz von der Hand zu weisen, dass dieses "neue musikalische Konzept" vielleicht auch auf Druck der Plattenfirma zustande gekommen sein könnte, die auch mal nette Single-Auskoppelungen anbieten wollte. Aber ich möchte den Pop-Puristen an dieser Stelle nicht die letzten Illusionen nehmen, sondern auf ein schönes, aber auch ziemlich schwer zugängliches Werk von Mike Oldfield verweisen: "Pictures in the Dark" erschien Mitte der Achtziger nur auf Single, ist deshalb heute als Download schwer zu kriegen, weil es nur auf relativ wenigen Compilations auf CD veröffentlicht worden ist, die wiederum von itunes & Co. nicht lizenziert wurden. (Die nette Blondine hat übrigens zusammen mit Roy Black seinerzeit "Schön ist es auf der Welt zu sein" gesungen, damals war sie aber noch kleiner!)

Samstag, 14. November 2009

Zum Tode von Robert Enke...

...möchte ich nur folgendes sagen: Liebe Deutsche Fußballnationalmannschaft, erweist Euch Eures toten Torwarts würdig! Keine charakterlosen Auftritte mehr, wie es sie in den letzten Wochen und Monaten leider viel zu oft gab! Reißt euch bei der WM in Südafrika zusammen! Holt gefälligst den Titel und widmet ihn Robert Enke und seiner Familie! Das seid ihr ihm schuldig. Und keine Ausreden, kapiert!
Gruß, Euer Palfi.

Sonntag, 8. November 2009

Die römischen Katzen...

... waren früher aus dem Stadtbild der Ewigen Stadt nicht wegzudenken. Eine Ausgrabungsstätte, die Area Sacra del Largo Argentina, heißt sogar im römischen Volksmund das "Katzenforum". Inzwischen ist die Zahl der Vierbeiner jedoch deutlich zurückgegangen. Die Reiseleiterin, die Onkelchen und Tante Dilein auf ihrer Reise nach Rom führte, meinte, das läge daran, dass die Zahl der asiatischen Restaurants in Rom stark zugenommen habe...

Rom-Impressionen



Blick auf die Peterskuppel aus den Vatikanischen Gärten. Die kapitale Wampe rechts im Bild ist nicht die von Onkelchen...



Ein kleiner Fischladen in der Nähe des Campo di Fiori. Die Möwen lauern schon...



Abendstimmung am Tiber



Blick aufs Forum



Das Kolosseum am Abend

Samstag, 7. November 2009

Kann man einen WC-Sitz falsch herum montieren?


Onkelchen schon...

Schön wie eine ... Katakombenheilige!

Es ist ja schon ein paar Tage her, wirkt aber immer noch nach: Onkelchens Besuch in Rom, der Ewigen Stadt. Onkelchen ist ja schon seit längerer Zeit ein Fan der italienischen Spielshow "L'eredità" (zu deutsch: Die Erbschaft), die abends vor den Hauptnachrichten über Rai Uno ausgestrahlt wird (Onkelchen hat einen digitalen Satelliten-Receiver, über den er Rai Uno auch zuhause empfangen kann). Fester Bestandteil von L'eredità sind (neben dem umwerfend charmanten Moderator Carlo Conti - einem echten Latin-Lover-Typ) vier hübsche so genannte "Professoresse". Dahinter verbergen sich Assistentinnen, die gelegentlich mal eine Quizfrage auflösen, aber deren Hauptzweck darin besteht, mit dem Hintern zu wackeln. Mittlerweile ist L'eredità das Einzige, was sich Onkelchen noch im Fernsehen anguckt (selbst Fußball lässt er links liegen) und ich vermute, der Grund dafür sind nicht zuletzt die "Professoresse" - oder aber auch die eine oder andere sehr hübsche Kandidatin!
Diese Woche schaffte es eine gewisse Mina in die Endrunde, schwarzes Haar und schön wie eine Katakombenheilige, wie es Onkelchen ausdrückt.
Womit wir beim Thema wären.
Sie erinnern sich vielleicht an die Ermittlungen zum ungeklärten Tod der heiligen Santa Vittoria, die in einem Glassarg in der römischen Kirche Santa Maria della Vittoria ... ausgestellt ist. Sehr viel spricht dafür, dass es sich bei der ansprechend auf- und zurechtgemachten Heiligen um eine Katakombenheilige handelt. Diese Katakombenheiligen sind Ausdruck einer etwas ... nun ja, morbiden Strömung innerhalb der katholischen Kirche, die Ende des 16. Jahrhunderts entstand. Damals wurden nämlich die römischen Katakomben, die alten Friedhöfe aus der römischen Kaiserzeit, wiederentdeckt. Nach dem damaligen Verständnis waren alle, die in den Katakomben begraben wurden, Märtyrer, die für ihren christlichen Glauben mit dem Leben eingetreten waren und damit automatisch Heilige.
Diese armen toten Menschen begann man dann systematisch zu exhumieren und als Ausstellungsstücke in die verschiedensten Kirchen zu exportieren - unter anderem nach Deutschland, aber auch in nicht geringem Maße nach Italien. Die Katakombenheiligen waren ein wichtiges propagandistisches Werkzeug der Gegenreformation, weswegen gerade viele Barockkirchen einen oder mehrere solcher Heiliger besitzen, die hinter Glas aufgebahrt sind. Während in Deutschland diese Heiligen meistens als mit Juwelen verzierte Skelette ausgestellt wurden (nicht zuletzt, um den Menschen als stets präsentes memento mori wohlige fromme Schauer einzuflößen), ging man in Italien einen anderen Weg. Die Knochen der toten Heiligen wurden in Wachspuppen gepackt und diese wurden dann ausgestellt. So kommt es, dass sich die Katakombenheiligen in Italien als besonders schöne Leichen darbieten, während der Gläubige in Deutschland in die leeren Augenhöhlen eines Gerippes blickt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war dies auch das Schicksal der Santa Vittoria in Santa Maria della Vittoria. Da die Katakombenheiligen in Italien also besonders nett zurechtgemacht sind, ergibt die Redewendung "schön wie eine Katakombenheilige", die Onkelchen gerne benutzt, auch Sinn.
Wer's mag, kann sich hier mal eine Reihe von Bildern von Katakombenheiligen reinziehen. Ich mag nicht (zumindest jetzt nicht, sonst kommt mir mein Mittagessen hoch). Stattdessen sollten wir uns ein Bild betrachten, das Onkelchen im Gästebuch der Ara Pacis Augusti in Rom gefunden hat. Eine der beiden Figuren sieht meinem Sohn Janni verdächtig ähnlich...

... und hier hat Onkelchen geschlampt!

Tja, das kommt davon, wenn man unbedingt schlauer sein will als der Rest der Welt - dann schleichen sich auch in die ach so klugen Einlassungen meines Onkelchens peinliche Fehler ein. Vielleicht erinnern Sie sich ja an den vorletzten Beitrag dieses Blogs, in dem Onkelchen zur Ermittlung im Fall der in der römischen Kirche Santa Maria della Vittoria begrabenen Dame namens Santa Vittoria aufrief.
Onkelchen schrieb darin, dass die Piazza Navona südöstlich der genannten Kirche Santa Maria della Vittoria liege. Nichts davon ist wahr! Die Piazza Navona liegt süd*west*lich der Kirche. Das hätte Robert Langdon im "Illuminati"-Roman und dem gleichnamigen Film allerdings auch nichts genützt. Da der Bernini-Engel ziemlich genau nach Norden zeigt, hätte Robert Langdon mit diesem "Wegweiser" die Piazza Navona *nie* gefunden, egal ob die Piazza südwestlich oder südöstlich liegt.
Eine Sache ist Onkelchen jedenfalls noch aufgefallen - im Film "Illuminati" kriecht Robert Langdon alias Tom Hanks *unter* den Glassarkophag mit der Heiligen, da sich in der Kirche eine ziemliche Schießerei entfaltet. In der Realität hätte das nie funktioniert. Der Glassarkophag der Heiligen schließt bündig mit dem Boden ab (siehe Foto). Da kann man nicht durchschlüpfen!

Sonntag, 1. November 2009

Onkelchen war in Rom - und ruft zur Fahndung auf


In den letzten Wochen ist es um meinen Blog etwas still geworden. Kein Wunder - Onkelchen war im Urlaub in Rom und konnte deshalb meine weisen Ergüsse nicht tippen. Jetzt ist er aber wieder da, will aber zuerst von seinen Rom-Erlebnissen berichten.

Onkelchen ist ja mit einer Reisegruppe seiner Pfarrei oder wie das auch heißt, seiner "Seelsorgeeinheit", nach Rom gefahren. Das ist erstens billig und zweitens hat man einen Bus dabei, der einen gleich bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten absetzt. Das ist in Rom sehr wichtig, denn die öffentlichen Verkehrsmittel sind da noch ausbaufähig, um es mal höflich zu sagen. Drittens war auch das Hotel scheinbar ganz annehmbar, die Casa Domitilla wird von einem deutschen Mönchsorden geleitet, so dass man immer einen deutsch sprechenden Ansprechpartner hat. (Onkelchen schwärmt jetzt noch - sehr zum Verdruss von Tante Dilein - von der kleinen Rothaarigen an der Hotelrezeption, die so einen hübschen Akzent hatte, wenn sie deutsch sprach!) Nein, das Hotel ist wohl gut gewesen und sehr zu empfehlen, zumal es nicht weit von der Via Appia weg ist.

Onkelchen muss sich - obwohl mit der Gruppe unterwegs - immer selbstständig machen, ebenfalls sehr zum Verdruss von Tante Dilein, weil das immer in stundenlangen Vorträgen zur Geschichte Roms und mit wund gelaufenen Füßen endet. Diesmal hatte sich Onkelchen vorgenommen, die vier Stätten zu besuchen, an denen im "Illuminati"-Roman von Dän Braun die Kardinäle hingemeuchelt werden. Unter anderem besuchte Onkelchen die Kirche Santa Maria della Vittoria (Kenner des Romans und des Films erinnern sich: Da wird der dritte Kardinal gegrillt) und war total verwundert, denn die Kirche ist ziemlich klein (im Film wirkt sie um einiges größer), und der berühmte Bernini-Engel zeigt gar nicht, wie im Buch und im Film behauptet, in Richtung Piazza Navona (die südöstlich von der Kirche liegt), sondern ziemlich genau in Richtung Norden. Dän Braun hat hier also geschummelt!

Genau gegenüber des Bernini-Engels liegt ein anderer Altar, in den ein Glassarg mit einer hübschen Frauenleiche eingelassen ist. Sie ist auch im Illuminati-Film zu sehen, die Hitze lässt in einer Einstellung die wächserne Hülle schmelzen, mit der die Reliquien (so nennt man das wohl) der Dame überzogen sind. Laut Angaben auf dem Sarg handelt es sich bei dieser Heiligen um eine gewisse Santa Vittoria, angeblich einer Jungfrau und Märtyrerin. Kurioserweise lässt sich im Netz bisher nichts zu den Lebensumständen der Dame sagen. Es gibt zwar einige Märtyrerinnen namens Santa Vittoria oder Victoria (siehe hier), keine lässt sich jedoch mit der in Rom begrabenen Dame in Einklang bringen. Deswegen ruft Onkelchen zu sachdienlichen Hinweisen auf, die Licht in das Dunkel bringen können: Wer kennt die in Santa Maria della Vittoria begrabene Heilige und kann eventuell Angaben zu ihren Lebens- und Todesumständen machen? Sachdienliche Hinweise nehmen unsere Aufnahmestudios entgegen.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Südafrika, wir kommen!

Es ist vollbracht! Jogis Jungs haben die Fahrkarte zur WM im kommenden Jahr in Südafrika gelöst. In Moskau haben sie zwar nicht unbedingt bis ins letzte spielerisch überzeugt - das war auch nicht unbedingt zu erwarten. Aber mit einem Auswärtssieg konnte man voher ja nicht unbedingt rechnen, denn die letzten Vorstellungen des Nationalteams waren etwas zu uneinheitlich, um sich ein klares Bild machen zu können. Immerhin, ein 1-0 auf Gegners Platz (die Russen waren ja stets brandgefährlich, Glückwunsch an René Adler im deutschen Kasten!) ist schon respektabel, umso mehr, wenn 20 Minuten vor dem Schluss Jerome Boateng vom Platz fliegt. Allerdings muss man sagen, dass der Schiri das Strafraum-Foul von Friedrich unbedingt hätte pfeifen müssen, da war Herr Busacca wohl gedanklich schon in der Kabine.
Nun kommt aber Onkelchen wieder mit seinen Fußballthesen, die eigentlich keinen interessieren. Oder doch? Er sagt zum Beispiel, dass die deutsche Nationalmannschaft nur dann internationale Turniere gewonnen hat, wenn die FDP in der Bundesregierung saß. Was? mag sich da mancher fragen. Was hat eines mit dem anderen zu tun? Aber nein, sagt Onkelchen, und macht folgende Rechnung auf:

WM 1954: CDU/CSU/FDP/DP/BHE
EM 1972: SPD/FDP
WM 1974: SPD/FDP
EM 1980: SPD/FDP
WM 1990: CDU/CSU/FDP
EM 1996: CDU/CSU/FDP

Demzufolge sind aufgrund der zu erwartenden schwarz-gelben Bundesregierung die Chancen auf den Titelgewinn in Afrika wieder günstig, sagt Onkelchen. Man möchte ihm da nicht widersprechen.
Onkelchens verquerste Fußballtheorie lässt sogar einen Zusmmenhang zwischen italienischen WM-Erfolgen und den Papstwahlen erkennen. Wie das geht?
Ganz einfach, sagt Onkelchen und präsentiert die Fakten:

1. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat Italien immer dann die WM gewonnen, wenn es sich um die WM nach einer Papstwahl handelte, bei der ein Nichtitaliener gewählt wurde.
Fakt: Italien gewann 1982 und 2006.
Das war jeweils die WM nach der Papstwahl von 1978 (Karol Wojtyla gewählt) sowie von 2005 (Joseph Ratzinger gewählt). Wichtig zu wissen: Die (zweite) Papstwahl von 1978 fand im Oktober statt, die WM 1978 in Argentinien war bereits vorbei - 1982 war somit die erste WM nach der Papstwahl.

2. (und noch verrückter): Im Halbfinale setzte sich Italien dabei jeweils mit 2-0 gegen das Heimatland des jeweiligen Papstes durch:
1982: 2-0 gegen Polen.
2006: 2-0 gegen Deutschland.

Verrückte Zusammenhänge, aber daraus schließe ich, das Benedikt XVI. unbedingt noch mindestens bis zur WM in Südafrika durchhalten sollte...

Samstag, 26. September 2009

Wählt schöne Frauen in den Bundestag!


So, jetzt muss ich aber mal meinen Senf zur anstehenden Bundestagswahl abgeben. Onkelchen meint ja, es wäre systemisch wichtig für den Fortbestand der Demokratie, dass Schwarz-Gelb gewinnt. Bullschitt! Wichtig ist, dass kluge Menschen in den Bundestag gewählt werden, die sich die richtigen Gedanken über die Zukunft unseres Landes machen und nicht stur althergebrachte Rezepte predigen. Out-of-the-Box-Think ist angesagt. Und ich denke, die eine Hälfte der Bürger würde sich viel mehr für Politik interessieren, wenn mehr schöne Frauen im Bundestag sitzen würden. Dann guckt man doch viel lieber die Übertragungen aus dem Parlament an als wenn da nur die verbiesterte Alte sitzt. Frauen in den Bundestag - schöne Frauen in den Bundestag. Das muss das Motto sein. So wie diese Dame am rechten Bildrand. OK, die ist jetzt zufällig von der SPD. Aber es gibt doch sicher auch andere attraktive Damen in CDU und CSU, bei der FDP, den Grünen und der Linkspartei. Wählt schöne Frauen in den Bundestag! Das ist mein Wahlaufruf für 2009. Euer Palfi.

Dienstag, 22. September 2009

Onkelchen plädiert für Schwarz-Gelb!

Das gab's noch nie! Mein altlinkes Onkelchen, der heute noch stolz drauf ist, an seiner (Katholischen) Uni eine Juso-Hochschulgruppe mitbegründet zu haben und notorischer Anhänger der Linkspartei ist (er findet Sahra Wagenknecht rattenscharf), plädiert neuerdings für Schwarz-Gelb. Keine guten Nachrichten für die ebenfalls sehr gut aussehende SPD-Kandidatin Claudia Sünder (http://www.claudia-suender.de/), die in Onkelchens Wahlkreis wohl nun vergeblich um Stimmen buhlt. Ist Onkelchen nun über Nacht zu einem Guttenberg- und Westerwelle-Fan geworden? Nein, meint Onkelchen, und argumentiert ganz pragmatisch; Systemisch ist es besser, wenn bei dieser Bundestagswahl Schwarz-Gelb gewinnt.
Was meint er damit? Onkelchen findet nämlich, dass im Gegensatz zu Österreich hier in Deutschland die Große Koalition nicht zur Dauereinrichtung werden darf. Große Koalitionen sorgen seiner Ansicht nämlich nur dafür, dass die extremen Ränder stärker werden, weil die Wechselperspektive fehle. Und das ist aus Onkels Sicht für eine Demokratie wichtig - die (zumindest theoretische) Aussicht, dass nach der Wahl jemand anders ans Ruder kommt. Dadurch wird nicht alles anders, aber ein Wechsel sorgt zumindest psychologisch für einen gewissen Optimismus. Auch die Motivation zu wählen wird viel größer, wenn man ein abgehalftertes Regierungslager aus dem Amt jagen kann und hierfür eine demokratisch legitimierte Alternative hat - bei einer Großen Koalition regieren immer irgendwie alle mit und Denkzettelwähler haben fast nur noch die Möglichkeit, extreme Parteien zu wählen. Und das wäre das Letzte, was für eine Demokratie gut ist.
Onkelchen plädiert auch nicht für eine Koalition aus drei Fraktionen, diese ist nämlich aus seiner Sicht intrinsisch instabil, wie man das ja früher sehr häufig in Italien, Skandinavien und anderen europäischen Ländern zur Genüge mitbekommen konnte. Onkelchen plädiert also für eine kleine Koalition - nicht zuletzt deshalb, damit sich die SPD in der Opposition richtig regenerieren kann und in einem Jahr oder zwei, wenn die Massenverelendung dank Schwarz-Gelb so richtig zugenommen hat, mit Hilfe der Linkspartei dann zunächst einige Landesparlamente erobern und dann 2013 zum Sturm auf Berlin blasen kann. Und 2013 buhlen dann ebenfalls ein Schwuler und eine Ossi-Tante um die wichtigsten Ämter im Bund: Klaus Wowereit und Sahra Wagenknecht.

Samstag, 22. August 2009

Der Journalismus...

...wird auch immer zahnloser. Heute ist in diversen Zeitungen zu lesen, dass Peter Kloeppel, gutbezahlter Anchorman der RTL-Abendnachrichten, es der Bundeskanzlerin Angela Merkel wohl sehr leicht gemacht hat, im diesjährigen Sommerinterview gut rüberzukommen. Dem Vernehmen nach soll sich zwischen dem Journalisten und der Kanzlerin folgender Dialog entsponnen haben, nachdem die Kameras abgeschaltet waren:
Angela Merkel: "Das ist doch gut gelaufen."
Kloeppel: "Finde ich auch."
Angela Merkel: "Sie haben ja auch gar keine kritische Frage gestellt."
Kloeppel: "Ich hatte mir aber welche aufgeschrieben..."


Nun, wenn ein Journalist sich kritische Fragen nur aufschreibt, sie aber nicht stellt, obwohl er die Gelegenheit hatte, dann sollte er seinen Posten räumen. Meint Onkelchen. Ich kann ihm da nur zustimmen.
Und ich sage noch mehr: Wählt nicht Merkel oder Steinmeier! Wählt nicht Westerwelle! Wählt nicht Lafontaine, Seehofer, Gysi oder die Braunen! Wählt nicht Horst Schlämmer!
WÄHLT MICH! WÄHLT KURT PALFI!

Sonntag, 2. August 2009

Onkelchen verreisst Fantasy-Roman!

Onkelchen hat sich unter die Literaturkritiker begeben! Er hat eine Kritik zu dem Fantasy-Roman "Die Legenden der Albae - Gerechter Zorn" von Markus Heitz verfasst und das Buch, wie man so sagen darf, ganz schön verrissen. Hier seine Kritik:

Überflüssiger Trash (das ist die Überschrift)

OK, diesmal also die Dunkelelben.
Das hätte eine ganz interessante Buchidee sein können, zumal es ja noch nicht allzu viele Bücher gibt, die sich mit den finsteren Geschwistern der Elben und Elfen beschäftigen. Man könnte das so ein bisschen mit den Klingonen der Star Trek-Serie vergleichen, die in der Originalserie ja einfach nur Routinebösewichter waren, bei den Nachfolgeserien aber erheblich mehr Profil erhielten und mit ihrem Kriegerkodex sogar zu einer der vielschichtigsten Rassen im Star Trek-Universum wurden. Diese Chance hat der Autor mit seinem Buch "Die Legenden der Albae" voll und ganz vergeigt. Denn die Albae pflegen eine rassistisch-faschistoide Ideologie, die es aus meiner Sicht absolut unmöglich macht, sich mit einem der beiden Protagonisten zu identifizieren. Auch wenn der Autor das vielleicht nicht beabsichtigt hat: Mit ihrem rassistischen Gedankengut erinnern die beiden Hauptdarsteller an Nazi-Caraktere. Zudem ist die zugrundeliegende Geschichte wenig mehr als ein Fantasy-Routineplot. Deshalb mein Fazit: Ein absolut überflüssiges Buch, das keiner braucht, eine verpasste Chance.

Sonntag, 5. Juli 2009

Froher Gesang beim Neuburger Schlossfest

Onkelchen hat auch in nimmermüdem Einsatz den Liederkranz Neuburg beim Vortrag historischer Gesänge in Renaissance-Gewändern gefilmt. Die Blonde mit der Zopffrisur in der Mitte vorn scheint ihm ja sehr gefallen zu haben...

Onkelchen auf dem Neuburger Schlossfest



Tja, die Bilder von Onkelchens 40. Geburtstag sind noch nicht entwickelt - sagt er. Stattdessen hat er seine Frau gestern aufs Schlossfest in Neuburg an der Donau geschleppt - wegen des tollen Feuerwerks. Das Schlossfest muss man sich folgendermaßen vorstellen: Lauter Menschen schieben sich aneinander vorbei und die meisten tragen Renaissance- oder Mittelalter-Klamotten. Onkelchen fand das früher dufte (er war öfters auf dem Schlossfest, da er ganz in der Nähe von Neuburg studierte), gestern hat er dort wohl eher so ein bisschen seine verlorene Jugend gesucht. Naja. Gefallen hat's ihm trotzdem, und das Feuerwerk war super. Ein paar Bilder hat er auch mitgebracht, wie man sieht! Bei dem unteren Bild mit den Falknerinnen sagte er, er sei nur an den Vögeln interessiert - aber den Blick für hübsche Frauen hat mein Onkelchen auch mit 40 noch nicht verloren!

Sonntag, 28. Juni 2009

Onkelchen ist jetzt ganz alt!

Er hat nämlich am Wochenende seinen 40. Geburtstag gefeiert. Das heißt, er ist jetzt ganz alt. Ganz offiziell. Bilder folgen bald auf diesem Kanal! Also, stay tuned!

Samstag, 6. Juni 2009

Zur falschen Zeit am falschen Ort...

... befand sich vergangene Woche ganz offensichtlich Flug AF 447 der Air France. Was genau dem Flugzeug vom Typ Airbus A 330-200 an jenem schicksalhaften Pfingstmontag zugestoßen ist, vermag momentan offensichtlich niemand zu sagen. Da nur wenige Fakten auf dem Tisch liegen, schießen die Spekulationen um so mehr ins Kraut. Und dass sich angebliche Wrackteile des verschollenen Flugzeugs nun als ganz gewöhnliches Treibgut entpuppt haben, passt um so mehr ins Bild.
Medienschelte ist zwar oft als "billig" verschrien, hier ist sie aber dringend nötig und angebracht: Denn die Journalisten in Funk, TV, Presse und Netz überboten sich in der letzten Woche mit Erklärungsversuchen von so genannten Experten, die ebenfalls keinen Zugang zu den Fakten hatten. Im Vordergrund stand dabei - zumindest bei einigen Medien -, den Lesern, Hörern oder Zusehern Gruselschauer über den Rücken zu jagen und weniger, über einen tragischen Unfall zu berichten, der - leider - nach dem bisherigen Kenntnisstand 228 Menschen das Leben kostete. Zugegeben: Es war nicht besonders klug, bereits in den ersten Stunden nach dem Verschwinden des Flugzeugs über einen Blitzschlag als möglicher Unfallursache zu faseln (angeblich war dies der Sprecher der Fluggesellschaft Air France). Aber alle Vermutungen, die bisher geäußert worden sind, können angesichts der dürren Faktenlage nichts anderes als Vermutungen sein und sollten auch als solche behandelt werden. Solange nicht die Flugschreiber und/oder die Wrackteile gefunden worden sind, müssen alle Theorien notwendigerweise Spekulation bleiben.
Auch der mysteriöse Lichtblitz, den ein spanischer Pilot der Air Comet gesehen haben will und der in vielen Medien kolportiert wurde, hilft kein bisschen weiter, da wir nicht wissen, wie weit sein Flugzeug zum fraglichen Zeitpunkt vom Unglücks-Airbus entfernt war.
Auch die angeblichen Textnachrichten, die Familienangehörige der Unfallopfer laut einer portugiesischen Zeitung erhalten haben sollen, taugen nicht dazu, ein genaueres Bild der Unfallumstände zu liefern. Denn es ist zweifelhaft, dass es diese tatsächlich gab. Checken wir die Fakten: Handelte es sich dabei um gewöhnliche SMS? Schwer vorstellbar, denn in aller Regel ist in Flugzeugen die Benutzung von Mobiltelefonen (noch) verboten. Und wo sollen sich die nötigen Basisstationen befunden haben, wenn sich das Flugzeug mitten über dem Atlantik befand? Oder handelte es sich aber um Textnachrichten, die über das bordeigene Satellitentelefon übertragen wurden? Auch hier ist zu fragen, ob das Flugzeug mit einem solchen ausgestattet war. Falls ja, werden diese normalerweise über Kreditkarten aktiviert. Wer aber sucht in einem schaukelnden und sich in alle Richtungen windenden Flugzeug nach seiner Kreditkarte? Ich bin selbst mal über den Alpen in einer Turboprop-Kiste in eine heftige Turbulenz geraten. Da denkst Du nur daran, Dich festzuhalten oder zu beten und Du fieselst nicht mit einer Kreditkarte herum. Punkt.
Womöglich ist das Flugzeug in ein besonders heftiges Tropengewitter geraten und es gab eben eine Verkettung unglückseliger Faktoren, die zum Absturz beigetragen haben. Denn das sollten alle akzeptieren: Das Fliegen ist eine sichere Art der Fortbewegung, aber es ist wie alles Menschenwerk NICHT PERFEKT. Damit müssen wir leben.
Früher waren Menschen, die sich auf Reisen begaben, sich dessen bewusst, dass sie sich Risiken aussetzten. Allenthalben konnte man unter Räuber und Mörder geraten, in Kriegshändel verwickelt oder von den Naturgewalten überrascht werden. Die Pilger des Mittelalters waren sich dieser Risiken wohl bewusst und auch wir heutige Menschen sollten es einfach akzeptieren, dass Reisen auch heute noch ein gewisses Restrisiko bergen. Es ist viel sicherer geworden seit den Tagen des Mittelalters - aber ein Restrisiko bleibt. Dessen sollte man sich immer bewusst sein.

Ein guter Artikel (auf englisch) zu diesem Thema ist hier zu finden.

Freitag, 22. Mai 2009

Ach herrje!

Jetzt ist der Grand Prix in Moskau auch schon fast wieder eine Woche vorbei. Der kleine Norweger hat gewonnen (warum eigentlich? Das langgezogene "looove" seines Refrains "I'm in love with a fairytale" klang so schräg und schrecklich, dass sich mir die Fußnägel hochgebogen haben), Deutschland klebte wieder im letzten Fünftel des Tableaus fest und Onkelchen hat zu einer Rettungsaktion für seine maltesische Muse Chiara aufgerufen. Der mediterrane Wonneproppen hat es mit seinem Lied "What If We" sogar hingekriegt, noch hinter dem deutschen Beitrag zu liegen zu kommen - das muss man erst mal schaffen! Onkelchen hat deshalb wieder angefangen, an seinem Fantasy-Roman zu schreiben, den er bereits seit seiner Schulzeit in seiner Schublade zu liegen hat. Sein Ziel ist schlicht und einfach: Wenn der Roman verfilmt wird, dann darf Chiara das Titellied singen und die Weltkarriere ist ihr sicher!
Onkelchen ist aber fairerweise absolut der Meinung, dass "What If We" schwächer war als die beiden Lieder, mit denen Chiara bisher jeweils den zweiten und dritten Platz beim Grand Prix geholt hat. Wer auf Balladen stand, hatte zudem dieses Mal mehr Auswahl als in den Vorjahren (ganz ausgezeichnet waren hier die Isländerin und die kaffeebraune Dame, die im Auftrag Ihrer Majestät für das "Junaited Kingdomm" sang).
Tja, und die Deutschen! Während des Auftritts von "Alex Swings Oscar Sings" (oder war es anders herum?) kam ich mir vor, wie wenn dieser eine Typ auf dem Shopping-Kanal QVC seine Pompööös-Mode anpreist. Und welche Rolle fiel bei diesem musikalischen Swingerclub denn Dita von Teese zu? Zu sehen war sie ja nur ganz kurz am Schluss des Auftritts. In der Folge des deutschen Nicht-ganz-Debakels geht die Selbstzerfleischung der hiesigen öffentlich-rechtlichen Unterhaltungsindustrie natürlich weiter. Ich hätte eine Idee: Lasst Onkelchen, Tante Dilein, Joy Fleming und Chiara auf die Bühne: Joy Fleming und Chiara singen, Tante Dilein kocht, damit die beiden Damen nicht vom Fleisch fallen und Onkelchen furzt das Babylon-5-Thema! Alles auf offener Bühne! Mehr als der letzte Platz sollte da doch rausspringen.

Sonntag, 10. Mai 2009

Palfi ist kein Fan von Lady Gaga

Einige Freunde, die mich noch von ganz früher kennen, als ich noch ein süßes kleines Elefantenbaby war, erinnern sich daran, dass ich immer go glucksende Laute gemacht habe, etwa so: "Guckgu! Guckgu!" Daher meinen sie jetzt, ich würde Lady Gaga mögen - denn Gaga klingt so ähnlich wie "Guckgu!" Aber nichts liegt mir ferner! Ich mag die Musik von Lady Gaga gar nicht, dafür bin ich wahrscheinlich zu alt. Ich liebe stattdessen Blasmusik! (Das liegt am Rüssel.) Und die Art, wie Lady Gaga über ihre Fans spricht, macht sie mir auch nicht sympathischer. Auf Wikipedia gibt es ein Zitat von ihr, welches lautet:
"For me, it's everything coming together and being a real story that will bring back the super-fan. I want to bring that back. I want the imagery to be so strong that fans will want to eat and taste and lick every part of us."
Sie möchte also knapp gesagt - falls das Zitat stimmt -, dass die Fans sich in eine solche Raserei hineinsteigern, dass sie ihr alle Körperteile ablecken. Das ist sicher nicht sehr appetitlich, das sorgt nur für Feuchtgebiete. Ich bleibe bei Blasmusik, Meat Loaf und Queen, auch wenn manche das für Opa- und Oma-Musik halten. Mir ist das egal.
Ach, der Grand Prix ist schon nächsten Samstag. Muss mir das notieren!
Gruß, Euer Palfi.

Nchtrag: Ach, die Dame schreibt sich Lady GaGa? Ist auch egal!

Freitag, 3. April 2009

Die besten ESC-Lieder, die nicht gewonnen haben (VI)

1987 war das Jahr von Umberto Tozzi & Raf. Ihr Song "Gente di Mare" gilt heute noch als zeitloser Klassiker des Italo-Pop, der auch heute noch frisch und unverbraucht wirkt. Das Lied ist eines der echten Juwelen, die durch den Grand Prix entstanden sind und heute noch weitaus bekannter als der eigentliche Siegertitel dieses Jahres. Hand aufs Herz: Wer erinnert sich noch an "J'aime la vie" von Sandra Kim (Belgien)? "Gente di Mare ist dagegen einer der Sterne am Grand-Prix-Himmel, die heute noch so hell strahlen wie eh und je. Der Lohn war damals im norwegischen Bergen der dritte Platz.

Die besten ESC-Lieder, die nicht gewonnen haben (V)

Ein echtes Schwergewicht (in jeder Hinsicht) ist Chiara Siracusa, die 1998 (im Guildo-Horn-Jahr) und 2005 für Malta antrat und dabei jeweils einen dritten und einen zweiten Platz holte. Vor allem 2005, als der Bewerb in Kiew stattfand, hätte sie mit ihrem Song "Angel" den Sieg verdient gehabt. Als Chiara mit ihrem Lied fertig war, wagte ich die kühne Prognose, dass der ganze Rest jetzt eigentlich nach Hause gehen könne. Griechenlands Elena Paparizou - die Siegerin des Abends - war gesanglich und stimmlich definitiv nicht besser, aber ihr Männerballett riss einiges raus. Daher blieb Chiara 2005 der Sieg versagt. Aber wir können uns freuen: Die Malteserin, die sich erfreulicherweise dem Schlankheitsdiktat nicht beugt, tritt heuer wieder an! Daumen drücken!

Die besten ESC-Lieder, die nicht gewonnen haben (IV)

Einer der besten deutschen Titel, die je beim Grand Prix teilgenommen haben - und ein Song, der wahrscheinlich weltweit erfolgreicher war als der eigentliche Siegertitel. Die Rede ist von "Dschinghis Khan", dem Song, mit dem sich die gleichnamige Gruppe 1979 anschickte, Europa zu erobern. Pikant dabei: Die Gruppe mit der martialischen Anmutung vertrat Deutschland ausgerechnet in Israel. Feuilletonredakteure und selbst Ministerin Anke Fuchs versuchten bis zuletzt, den Auftritt der von Ralph Siegel zusammengestellten Retortengruppe zu verhindern - vergeblich. "Dschinghis Khan" wurde zu einem der wenigen echten deutschen Grand-Prix-Evergreens.

Die besten ESC-Lieder, die nicht gewonnen haben (III)

OK, 1990 war noch nicht abzusehen, dass Irland die neunziger Jahre beim ESC beherrschen und zwischen 1992 und 1994 sogar einen Titel-Hattrick hinlegen würde. Im Jahr nach dem Mauerfall widmeten sich mehrere Beiträge dem künftigen vereinten Europa - so der italienische Siegertitel "Insieme" von Toto Cutugno, aber auch das irische Lied "Somewhere in Europe" mit Liam Reilly als Interpreten. Mir gefiel der Ire besser (der Dritter wurde), der Italiener gewann jedoch. Dafür hielten sich die Iren wie gesagt in den kommenden Jahren schadlos - als ob das musikalische Europa dreifach Abbitte für diese kapitale Fehlentscheidung leisten wollte.
By the way, erinnert sich noch jemand an den norwegischen Beitrag dieses Jahres, der auf dem letzten Platz landete? Er hieß "Brandenburger Tor" - im Ernst!

Die besten ESC-Lieder, die nicht gewonnen haben (II)

Besser hat es ein Jahr zuvor Ira Losco gemacht, die für Malta mit ihrem Lied "Seventh Wonder" antrat - sie holte 2002 in Tallinn den zweiten Platz. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob Ira Losco den Erfolg allein ihrem Song oder nicht doch wenigstens zum Teil dem halbdurchsichtigen Outfit verdankte, das sie bei ihrem Auftritt trug.
Ein paarmal haute sie zwar mit ihren Tönen klar daneben. Sie war aber allemal besser als die für Lettland startende Russin Marija Naumova, die mit einem stark an "Daylight in your Eyes" von den No Angels gemahnenden Lied gewann. Für mich ein klarer Plagiatsfall. Die Wahl-Lettin zog sich dafür auf offener Bühne um - wieder ein Beweis für meine These, dass ein Auftritt in Erinnerung bleiben muss, wenn er beim ESC Erfolg haben will. Aber das Lied von Ira Losco war an jenem Abend in Tallinn klar besser.

Die besten ESC-Lieder, die nicht gewonnen haben (I)

Ein ungeschminkter Beitrag von Onkelchen.
Es ist April. Es geht auf Ostern zu. Das bedeutet auch, dass der diesjährige Eurovision Song Contest (auch unter dem viel glamouröseren Namen "Grand Prix Eurovision" bekannt) nur noch ein paar Wochen entfernt ist. Der Grand Prix war früher stets ein Höhepunkt im Fernsehjahr; ich kann mich gut erinnern, wie ich mit heißen Ohren die Lieder verfolgt habe. Und wenn es dann am Schluss an die Wertung ging, fieberte ich richtig mit. Natürlich ärgerte ich mich meist über das Ergebnis - nicht so sehr darüber, wenn Deutschland wieder mal unter ferner liefen landete (damit konnte ich leben), sondern wenn mein persönlicher Favorit nicht ganz oben landete. Ich will in den nächsten Wochen einige der Lieder vorstellen, die es aus meiner Sicht verdient gehabt hätten, den Grand Prix zu holen. Diese Höhepunkte sind ja dank des Internets heute nur einen Mausklick entfernt.
Los geht's mit Louisa Baileche, die Frankreich im Jahr 2003 vertrat. Die Sängerin und Tänzerin präsentierte ein sehr melancholisches Lied mit Ethno-Einschlag, das eigentlich für einen Platz unter den ersten drei prädestiniert war. Allerdings hat die Französin ihren Auftritt damals in Riga ziemlich vermasselt, so dass nur Rang 18 heraussprang. Irgendwie sang sie mit angezogener Handbremse. Zudem scheint es, dass die Haare die Sängerin irritierten, die ihr bei ihrem Auftritt ins Gesicht hingen - eine klare Fehlfunktion des Haarsprays. Ursachenforschung ist natürlich müßig - Frau Baileche konnte leider das Potenzial ihres Liedes "Monts et merveilles" nicht ausreizen. Sehr schade.

Diego am Boden

Mein Sohn Janni Dona ist sehr geknickt. Er hatte ja gehofft, dass sein großes Vorbild Diego "D10s" Maradona als Trainer die argentinische Fußball-Nationalmannschaft zu neuer Größe führen könnte. Die 1 : 6 - Niederlage der Argentinier in Bolivien hatte er da nicht eingeplant. Immerhin behauptet Janni jetzt nicht mehr, die Reinkarnation von Diego "D10s" Maradona zu sein. Auch ein Fortschritt.

Die Schlacht von Pearl Harbor

Tante Dilein hat dem Onkelchen ja verboten, den Cyberspace als rothaariger Vamp unsicher zu machen. Das hat er eingesehen. Jetzt ist er aber frustriert. Da er George R.R. Martins bis dato vierbändiges Werk "A Song Of Ice And Fire" bereits durchgelesen hat, ist ihm oft langweilig. Deshalb schaut er in seiner Freizeit meist alte Monty-Python-Sketche. Hier einer der besten - die Schlacht von Pearl Harbor.

Sonntag, 29. März 2009

Verführung pur!


Vorab die Entwarnung: Onkelchen hat den Chat-Client wieder deinstalliert. Gut so! Aber er war auf dem besten Wege, echte Eroberungen zu machen. Hier sieht man ihn (pardon: sie) dabei, wie er gerade dabei ist, einen jungen Engländer aus Portsmouth um den kleinen Finger zu wickeln.
Aber er hat mir jetzt glaubwürdig versichert, dass er damit nichts mehr zu tun haben will, sondern bis Ostern plant, die vier dicken Bände von George R.R. Martins Fantasy-Epos "A Song of Ice and Fire" durchzulesen. Dann hat er keine Zeit mehr für Online-Flirts! Wir sind gespannt.

Vom Aussterben bedrohte Würste


Hallo! Nach einer nervenaufreibenden Chat-Sitzung ist Onkelchen heute morgen wieder - zwar sehr müde, aber immerhin - in den Niederungen des Alltags gelandet. Ich denke, er hat auch ganz schön die Leviten gelesen bekommen, weil er ja als rothaarige Maid nächtens den Cyberspace unsicher gemacht hat. Da musste heute morgen ein gutes Frühstück her, und als 130-Kilo-Monster gibt sich Onkelchen natürlich nicht mit O-Saft und einer Scheibe Ananas zufrieden. Da muss was Deftiges her, und zwar seine über alles geliebte Asterix-Leberwurst, die es nur noch bei einem Metzger der Umgebung gibt. Die Wurst schmeckt zwar nicht anders als eine andere Kalbsleberwurst, aber es ist eben die Asterix-Leberwurst! Onkelchen ist ja der Welt größter Asterix- und besonders Obelix-Fan. (Bei den Römertagen vor einem halben Jahr hat er immer geschrien: "Römer! Römer! Lasst sie mir!")
Genauso liebt er die Obelix-Lyonerwurst (die ganz besonders, er ist ja quasi Obelix) und die Miraculix-Schinkenwurst. Diese sind aber wie gesagt alle vom Aussterben bedroht, nur noch ein Metzger in der hiesigen Umgebung hat sie im Sortiment. Ich rufe Euch deshalb allen zu: Kauft die Miraculix-Schinkenwurst, die Obelix-Lyoner, aber ganz besonders die Asterix-Leberwurst. Denn wenn es die nicht mehr gäbe, würde Onkelchen ganz bestimmt etwas fehlen.

Samstag, 28. März 2009

Rote Haare - einfach so


Ich hatte ja gehofft, darüber nicht mehr berichten zu müssen. Aber jetzt hat Onkelchen seinem Avatar einfach mal ganz spontan neue Haare verpasst. Rot ist jetzt angesagt. Hm - rot waren bei Onkelchen bisher nur die Socken. Hoffe mal, dass sich das nicht zu einer Soap Opera auswächst. Er hat ja schon versucht, im Chat mit einem ahnungslosen Argentinier anzubändeln. Er hat sich als Frau ausgegeben, die sich mit Fußball auskennt! Au Backe! (Onkelchen und Sport leben nicht im gleichen Universum - aber vielleicht hat ihm ja Janni Dona, der sich für die Reinkarnation von Diego "D10s" Maradona hält, was eingeflüstert)

Onkelchens alter ego...

...ist eine Frau.
Unglaublich, aber wahr: Onkelchen hat sich für einen virtuellen Chat eine Identität der ganz anderen Art zugelegt - er ist dort eine Frau! Eine sexy Biene mit Haaren bis zum Arsch, die stets im Minirock und High Heels rumläuft! Und Onkelchens Pixel-Avatar scheint auch schon eine Schönheitsoperation hinter sich gebracht zu haben - denn an diesem Stupsnäschen wurde definitiv bereits gehobelt! Euer Kurt Palfi bleibt dagegen bei seinem Rüssel - versprochen!

Diplomatische Gespräche


Mein Sohn Janni Dona und ich waren vor kurzem zu diplomatischen Gesprächen in Beijing. Ich diskutierte mit Vertretern des Handelsministeriums über die derzeitige Wirtschaftskrise. Mein Sohn Janni (hier links) dolmetschte - das heißt, er übersetzte, alles, was ich sagte, ins Jiddische. Ob mein chinesischer Gesprächspartner das alles im Detail verstanden hat, weiß aber ich nicht - jedenfalls nickte er immer sehr höflich. Die Atmosphäre war jedenfalls sehr angenehm.


Hier noch ein Bild von meinen Söhnen, links Janni Dona, rechts Paco Alvalade. Das Hotelzimmer war leider sehr klein. Ich lag im Bett, meine Söhne übernachteten auf dem Nachttisch.

Maunzebär flieht!!!


Onkelchen hatte versucht, den armen Kater Maunz für schreckliche Experimente zu missbrauchen. Aber dann gelang es dem Maunz doch, sich zu befreien - seht selbst!

Montag, 23. Februar 2009

Sprüche aus'm Karneval (Folge 2)

Mit Torsten Schäfer-Gümbel konnte die SPD nicht gegen Roland Koch gewinnen. Die hätten mal lieber öfter "Bauer sucht Frau" gucken sollen. Mit Schäfer Heinrich hätten die das Kochduell gewonnen. Schäfer Heinrich hat ja 'ne Menge Fans, vor allem auf'm Land, wo die Stammbäume der Menschen einen Kreis bilden.

Der Tod marschiert durch das Land, sein weiter Mantel weht hinter ihm her. Da sieht er ein einsames Anwesen, er schreitet den knirschenden Kiesweg entlang - knirsch, knirsch - und klopft drei mal an die Türe. Bumm. Bumm. Bumm.
Von innen hört man es schlurfen - schlurf, schlurf - die Tür öffnet sich, und dann blickt der Tod in die Augen von - Johannes Heesters. Der dreht sich um und ruft: "Simone, es ist für dich!"

Samstag, 21. Februar 2009

Sprüche aus'm Karneval (Folge 1)

"Von allen Arschgeigen, die ich kenne, bist Du 'ne Stradivari"

Über die Herren von der "anderen Fraktion": "Die werden nicht vom Klapperstorch gebracht, sondern von 'nem Flamingo"

"Ich hab jetzt meine Schwiegermutter im Internet angeboten - bei eBay. Als Sonderaktion - man durfte auch nach unten steigern"

"Er hat als Hütchenspieler angefangen - er war unterm Hütchen. Und dann ist er Innenarchitekt für Überraschungseier geworden"

"Das weiß man doch, dass der Papst alleinerziehend ist. Deswegen heißt es ja auch Vati-kan."

Vater beim Elternsprechtag zum Lehrer: "Mein Kind ist nicht faul, sondern nur doof."
Lehrer zum Vater: "Ich kann Sie beruhigen. Es ist nicht so doof wie Sie. Es geht nämlich hier gar nicht zur Schule."

Eine Touristin besichtgt den Buckingham-Palast, verirrt sich und begegnet der Queen. Diese flötet: "Haben wir uns nicht schon mal gesehen?"
Die Touristin: "Jetzt, da Sie es sagen - ich glaube, das war letzte Woche bei Aldi."

"Die SPD hat jetzt neue Statuten - wenn Du ein neues Mitglied wirbst, musst Du ein Jahr lang keine Beiträge zahlen. Wenn Du zwei neue wirbst, darfst Du austreten. Und wenn Du drei neue wirbst, bekommst Du eine Bescheinigung, dass Du nie in der SPD warst!"

"Was ist der Unterschied zwischen Karstadt und Borussia Dortmund? Es gibt keinen: Beide sind pleite. Aber Karstadt hat die bessere Sportabteilung!"

Freitag, 6. Februar 2009

Ein Kalauer!

Tante Dilein meint, dass Onkelchen zur Zeit ein bisschen hustet und eine belegte Stimme hat. Passend dazu liest er stets den Hust-ler.

Freitag, 16. Januar 2009

Zyniker-Onkel!

Als er heute morgen von der glimpflich abgegangenen Notwasserung in New York erfuhr, hat Onkelchen an seine Frau gleich einen Vers getextet. Welcher lautete:

Dilein, hast Du es schon mitbekommen?
In New York hat ein Airbus ein Bad genommen.
Ein Schwarm Gänse hatte ihn eingeladen,
drum ging der große Blechvogel baden.

Zur Ehrenrettung sei aber gesagt, das Onkelchen dies sicherlich nicht verfasst hätte, wenn Menschen bei dem Unglück ums Leben gekommen wären.

Dienstag, 6. Januar 2009

Frohes (nicht nehr ganz neues, aber noch recht frisches) Jahr 2009!

Hallo! Ja, nach der US-Wahlnacht bin ich ein wenig untergetaucht. Nicht, dass ich Obama den Wahlsieg nicht gönnte, aber als Elefant neigte ich - wie wiederholt gesagt - eben einen Tick mehr zu McCain. Dieses Jahr wird ja in Deutschland gewählt (sogar mehrfach) und da werde ich mir meine Favoriten etwas sorgfältiger aussuchen. Lasst Euch aber gesagt sein: Ich bin wieder da, mit mir ist auch in Zukunft zu rechnen. Dieses so genannte Superwhljahr werde ich zur gegebenen Zeit mit aller gebotenen Schärfe kommentieren. Daher an dieser Stelle in frohes 2009, auch wenn's nicht mehr ganz neu ist. Es ist aber noch ziemlich frisch! Das sagt zumindest Onkelchen immer.