Ich und die Meinen

Ich und die Meinen

Herzlich willkommen!

So, das bin ich! Ich bin Kurt Palfi. Ich habe mir gedacht, jetzt muss mal ein neues Foto her. Leider hat Onkelchen ein Nacktfoto von mir hochgeladen. Aber ich sehe doch noch recht proper aus!
Wir (das sind ich, mein missratener Sohn Gianni Dona und Onkelchen, der alles für uns tippt) lästern in diesem Blog über alles, was gerade anfällt: Fußball, Politik, Film und Fernsehen, alles Mögliche. Viel Spaß!

Freitag, 3. April 2009

Die besten ESC-Lieder, die nicht gewonnen haben (VI)

1987 war das Jahr von Umberto Tozzi & Raf. Ihr Song "Gente di Mare" gilt heute noch als zeitloser Klassiker des Italo-Pop, der auch heute noch frisch und unverbraucht wirkt. Das Lied ist eines der echten Juwelen, die durch den Grand Prix entstanden sind und heute noch weitaus bekannter als der eigentliche Siegertitel dieses Jahres. Hand aufs Herz: Wer erinnert sich noch an "J'aime la vie" von Sandra Kim (Belgien)? "Gente di Mare ist dagegen einer der Sterne am Grand-Prix-Himmel, die heute noch so hell strahlen wie eh und je. Der Lohn war damals im norwegischen Bergen der dritte Platz.

Die besten ESC-Lieder, die nicht gewonnen haben (V)

Ein echtes Schwergewicht (in jeder Hinsicht) ist Chiara Siracusa, die 1998 (im Guildo-Horn-Jahr) und 2005 für Malta antrat und dabei jeweils einen dritten und einen zweiten Platz holte. Vor allem 2005, als der Bewerb in Kiew stattfand, hätte sie mit ihrem Song "Angel" den Sieg verdient gehabt. Als Chiara mit ihrem Lied fertig war, wagte ich die kühne Prognose, dass der ganze Rest jetzt eigentlich nach Hause gehen könne. Griechenlands Elena Paparizou - die Siegerin des Abends - war gesanglich und stimmlich definitiv nicht besser, aber ihr Männerballett riss einiges raus. Daher blieb Chiara 2005 der Sieg versagt. Aber wir können uns freuen: Die Malteserin, die sich erfreulicherweise dem Schlankheitsdiktat nicht beugt, tritt heuer wieder an! Daumen drücken!

Die besten ESC-Lieder, die nicht gewonnen haben (IV)

Einer der besten deutschen Titel, die je beim Grand Prix teilgenommen haben - und ein Song, der wahrscheinlich weltweit erfolgreicher war als der eigentliche Siegertitel. Die Rede ist von "Dschinghis Khan", dem Song, mit dem sich die gleichnamige Gruppe 1979 anschickte, Europa zu erobern. Pikant dabei: Die Gruppe mit der martialischen Anmutung vertrat Deutschland ausgerechnet in Israel. Feuilletonredakteure und selbst Ministerin Anke Fuchs versuchten bis zuletzt, den Auftritt der von Ralph Siegel zusammengestellten Retortengruppe zu verhindern - vergeblich. "Dschinghis Khan" wurde zu einem der wenigen echten deutschen Grand-Prix-Evergreens.

Die besten ESC-Lieder, die nicht gewonnen haben (III)

OK, 1990 war noch nicht abzusehen, dass Irland die neunziger Jahre beim ESC beherrschen und zwischen 1992 und 1994 sogar einen Titel-Hattrick hinlegen würde. Im Jahr nach dem Mauerfall widmeten sich mehrere Beiträge dem künftigen vereinten Europa - so der italienische Siegertitel "Insieme" von Toto Cutugno, aber auch das irische Lied "Somewhere in Europe" mit Liam Reilly als Interpreten. Mir gefiel der Ire besser (der Dritter wurde), der Italiener gewann jedoch. Dafür hielten sich die Iren wie gesagt in den kommenden Jahren schadlos - als ob das musikalische Europa dreifach Abbitte für diese kapitale Fehlentscheidung leisten wollte.
By the way, erinnert sich noch jemand an den norwegischen Beitrag dieses Jahres, der auf dem letzten Platz landete? Er hieß "Brandenburger Tor" - im Ernst!

Die besten ESC-Lieder, die nicht gewonnen haben (II)

Besser hat es ein Jahr zuvor Ira Losco gemacht, die für Malta mit ihrem Lied "Seventh Wonder" antrat - sie holte 2002 in Tallinn den zweiten Platz. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob Ira Losco den Erfolg allein ihrem Song oder nicht doch wenigstens zum Teil dem halbdurchsichtigen Outfit verdankte, das sie bei ihrem Auftritt trug.
Ein paarmal haute sie zwar mit ihren Tönen klar daneben. Sie war aber allemal besser als die für Lettland startende Russin Marija Naumova, die mit einem stark an "Daylight in your Eyes" von den No Angels gemahnenden Lied gewann. Für mich ein klarer Plagiatsfall. Die Wahl-Lettin zog sich dafür auf offener Bühne um - wieder ein Beweis für meine These, dass ein Auftritt in Erinnerung bleiben muss, wenn er beim ESC Erfolg haben will. Aber das Lied von Ira Losco war an jenem Abend in Tallinn klar besser.

Die besten ESC-Lieder, die nicht gewonnen haben (I)

Ein ungeschminkter Beitrag von Onkelchen.
Es ist April. Es geht auf Ostern zu. Das bedeutet auch, dass der diesjährige Eurovision Song Contest (auch unter dem viel glamouröseren Namen "Grand Prix Eurovision" bekannt) nur noch ein paar Wochen entfernt ist. Der Grand Prix war früher stets ein Höhepunkt im Fernsehjahr; ich kann mich gut erinnern, wie ich mit heißen Ohren die Lieder verfolgt habe. Und wenn es dann am Schluss an die Wertung ging, fieberte ich richtig mit. Natürlich ärgerte ich mich meist über das Ergebnis - nicht so sehr darüber, wenn Deutschland wieder mal unter ferner liefen landete (damit konnte ich leben), sondern wenn mein persönlicher Favorit nicht ganz oben landete. Ich will in den nächsten Wochen einige der Lieder vorstellen, die es aus meiner Sicht verdient gehabt hätten, den Grand Prix zu holen. Diese Höhepunkte sind ja dank des Internets heute nur einen Mausklick entfernt.
Los geht's mit Louisa Baileche, die Frankreich im Jahr 2003 vertrat. Die Sängerin und Tänzerin präsentierte ein sehr melancholisches Lied mit Ethno-Einschlag, das eigentlich für einen Platz unter den ersten drei prädestiniert war. Allerdings hat die Französin ihren Auftritt damals in Riga ziemlich vermasselt, so dass nur Rang 18 heraussprang. Irgendwie sang sie mit angezogener Handbremse. Zudem scheint es, dass die Haare die Sängerin irritierten, die ihr bei ihrem Auftritt ins Gesicht hingen - eine klare Fehlfunktion des Haarsprays. Ursachenforschung ist natürlich müßig - Frau Baileche konnte leider das Potenzial ihres Liedes "Monts et merveilles" nicht ausreizen. Sehr schade.

Diego am Boden

Mein Sohn Janni Dona ist sehr geknickt. Er hatte ja gehofft, dass sein großes Vorbild Diego "D10s" Maradona als Trainer die argentinische Fußball-Nationalmannschaft zu neuer Größe führen könnte. Die 1 : 6 - Niederlage der Argentinier in Bolivien hatte er da nicht eingeplant. Immerhin behauptet Janni jetzt nicht mehr, die Reinkarnation von Diego "D10s" Maradona zu sein. Auch ein Fortschritt.

Die Schlacht von Pearl Harbor

Tante Dilein hat dem Onkelchen ja verboten, den Cyberspace als rothaariger Vamp unsicher zu machen. Das hat er eingesehen. Jetzt ist er aber frustriert. Da er George R.R. Martins bis dato vierbändiges Werk "A Song Of Ice And Fire" bereits durchgelesen hat, ist ihm oft langweilig. Deshalb schaut er in seiner Freizeit meist alte Monty-Python-Sketche. Hier einer der besten - die Schlacht von Pearl Harbor.