Ich und die Meinen

Ich und die Meinen

Herzlich willkommen!

So, das bin ich! Ich bin Kurt Palfi. Ich habe mir gedacht, jetzt muss mal ein neues Foto her. Leider hat Onkelchen ein Nacktfoto von mir hochgeladen. Aber ich sehe doch noch recht proper aus!
Wir (das sind ich, mein missratener Sohn Gianni Dona und Onkelchen, der alles für uns tippt) lästern in diesem Blog über alles, was gerade anfällt: Fußball, Politik, Film und Fernsehen, alles Mögliche. Viel Spaß!

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Palfis Altersruhesitz

Wahrscheinlich habt ihr gemerkt, dass hier schon seit einiger Zeit Funkstille herrscht. Das hat darin seinen Grund, dass mir mein Onkelchen abgeht, der ja meine geistigen Ergüsse in den Computer hacken soll. Er hat sich mir nichts, dir nichts davongemacht und Tante Dilein gleich mitgenommen. Und zwar ausgerechnet nach Thüringen! Mallorca oder Teneriffa hätte ich ja noch verstanden. Allem Anschein nach herrscht aber im Herzen Deutschlands zur Zeit sehr sonniges Herbstwetter und die Bäume sind bunt. Und vielleicht hatte Onkelchen nach seiner Taiwan-Tour einfach keine Lust, sich ins Flugzeug zu setzen. Das könnte so manches erklären.

Gestern bekam ich dann die Nachricht, dass Onkelchen und Tante Dilein miteinander den Leipziger Zoo besucht hatten. Das ist ja allerhand! Die beiden gehen in den Zoo und lassen mich und meine Rüsselbande alleine zuhause sitzen. Die beiden werden was zu hören kriegen, wenn sie wieder heim kommen. Garantiert.

Denn der Leipziger Zoo wäre so etwas wie die erste Wahl für meinen Altersruhesitz. Man kann ja im Fernsehen bestaunen, wie toll der Elefantentempel ist, den die Sachsen vor ein paar Jahren für uns hochgezogen haben. Viel Platz gibt es da, man wird als Bulle regelmäßig mit Damen zusammengebracht und kann den Elefantendamen sogar von außen beim Baden zusehen. Das wäre etwas für Vaters Sohn! Die meiste Zeit würde ich allerdings mit Dösen verbringen.


Der Leipziger Zoo hat zudem einen anderen Vorteil: Viele Tiere bekommt man gar nicht erst zu sehen, bei manchen Gehegen und Tieranlagen gucken sich die Besucher die Augen aus dem Kopf und finden die ausgestellten Viecher gar nicht. So etwa im Gondwanaland. Da können die Zweibeiner eine Bootstour durch eine künstliche Dschungellandschaft machen, und theoretisch müssten sie dabei auch entsprechende Tropentiere zu sehen bekommen - Krokodile, Tapire, Zwergflusspferde, so was in dieser Preisklasse. Die lassen sich aber gar nicht erst blicken. Das ist prima, da hat man seine Ruhe. Weil sich die Tiere in echt nicht blicken lassen, gibt es seit einigen Jahren eine Fernsehserie. Die zeigt, dass im Leipziger Zoo auch tatsächlich Tiere leben.

Onkelchen, der alte Schmarotzer, wedelte natürlich gleich wieder mit seinem aus zweifelhaften Kanälen erworbenen Presseausweis, weil er damit auf freien Eintritt hoffte. Die Dame am Kassenhäuschen ließ ihn aber abblitzen. Geschah ihm recht! Da musste er dann doch tatsächlich 17 Euro für den Einlass blechen, hihi.  Tante Dilein war etwas fassungslos, als sie den Preis hörte und fragte nach, ob die 17 Euro der Preis für eine Jahreskarte seien. Nö, meinte Cindy, die hübsche Rothaarige vom Kassenhäuschen, das sei der ganz normale Tagespreis. Sie sagte das natürlich mit einem entzückenden sächsischen Akzent, den ich hier lieber mal nicht nachmache. Wenn ich im Leipziger Zoo in Rente bin, darf Cindy mich jederzeit kraulen, wenn sie mag. 

Die Tiere in Leipzig sind ja auch prominent, regelrechte Fernsehstars. Das kostet natürlich ein bisschen mehr, das muss einem im Vergleich zu Popel-Zoos wie Stuttgart oder München schon fünf Euro Mehrpreis pro Nase wert sein. 

Und dann stapften Onkelchen und Tante Dilein fünf Stunden lang durch den Zoo. Wider Erwarten gab es nach der etwas ermüdenden Dschungelbootfahrt dann doch ein paar Tiere zu sehen. Wahrscheinlich hatten die gerade Dienst. Leider waren da auch ein paar Viecher dabei, die ich wirklich furchtbar finde. So wie das hier:


Tante Dilein liebt ja alles, was Schnurrhaare hat, so zum Beispiel dieses Tigerjunge. Ich dagegen finde Tiger mindestens so schlimm wie Onkelchen Vogelspinnen. Und Onkelchen HASST Vogelspinnen.

Nach fünf Stunden waren Onkelchen und Tante Dilein sehr ausgepowert und wankten zum Ausgang, denn beide mussten ja noch zu ihrer Appartementwohnung nach Erfurt zurückfahren. Leider hatten sie keine Möglichkeit, ihre Eindrücke und Eingaben schriftlich niederzulegen, denn am Zoo-Ausgang gab es weder einen Feedback-Fragebogen noch ein Gästebuch. So zogen beide ab, und Palfi freut sich, irgendwann mal in Leipzig einzuziehen.