Ich und die Meinen

Ich und die Meinen

Herzlich willkommen!

So, das bin ich! Ich bin Kurt Palfi. Ich habe mir gedacht, jetzt muss mal ein neues Foto her. Leider hat Onkelchen ein Nacktfoto von mir hochgeladen. Aber ich sehe doch noch recht proper aus!
Wir (das sind ich, mein missratener Sohn Gianni Dona und Onkelchen, der alles für uns tippt) lästern in diesem Blog über alles, was gerade anfällt: Fußball, Politik, Film und Fernsehen, alles Mögliche. Viel Spaß!

Freitag, 26. Juni 2015

Neue Hoffnung für ein Nest namens Hope

Onkelchen hat vor kurzem zu Tante Dilein gesagt: Unser Urlaub hängt durch. Na ja, irgendwann hängen einem die Naturschönheiten von British Columbia zum Halse heraus. Und irgendwann geht einem dieses endlose "How are you, oh fantastic, oh so nice" der ausgesprochen netten Kanadier auch auf den Zeiger. Abwechslung ist gefragt! Und da traf es sich gut, dass Onkelchen und Tante Dilein gestern abend einfach mal durch das Dorf stromerten, in dem sie die letzte Etappe vor dem Heimflug verbringen, nämlich in einem Nest namens Hope. 

Hope besteht aus Eisenbahnschienen, ein paar Tankstellen und Motels sowie einer Hauptstraße mit ein paar Geschäften und Kneipen, der Wallace Street. Dort befindet sich auch das Kino des Ortes. Eigentlich suchten die beiden nur nach einer preiswerten Gelegenheit zum Einkehren, da fiel Onkelchen in einem der eingestaubten Schaufenster ein Plakat auf. Der Movie-Club von Hope lud zu einer Vorführung der (historisch) ersten Star-Wars-Episode von 1977, die im Kanon inzwischen als Folge vier eingereiht ist und den Eingeweihte unter dem Titel "A New Hope" (zu Deutsch: Neue Hoffnung) kennen.

Tante Dilein konnte gar nicht so schnell schauen, wie Onkelchen in dem Kino verschwunden war. Er ist nämlich eingefleischter Star-Wars-Fan, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit einen Heuler wie der Wookiee Chewbacca loslässt (so auch jetzt). Schnell besorgte er die Karten, nachdem er eruiert hatte, dass auch Noch-Nicht-Mitglieder des Movie-Clubs den Film ansehen durften. Tante Dilein, die sich schon auf ein gut gegrilltes Steak oder zumindest auf einen Hamburger gefreut hatte, musste sich halt nun mit salzigem Popcorn zufrieden geben.

Der Filmvorführung ging eine Kostümprämierung voraus (richtig, einige Fans hatten sich als Charaktere aus der Star Wars Saga verkleidet). Eine schon etwas angejahrte Dame, die sich mittels angeklebter Papierohren als Jedi-Meister Yoda kostümiert hatte (im leicht unterbelichteten Foto ist sie in der Mitte zu sehen), gewann den Hauptpreis. Aber auch Tante Dilein ging nicht leer aus und gewann bei der ebenfalls stattfindenden Tombola ein Trinkglas mit dem Motiv des originalen Star-Wars-Filmplakats von 1977.



Onkelchen konnte seinerseits sein Fachwissen in Sachen Star Wars unter Beweis stellen und lieferte in einer Trivia-Fragerunde zweimal die richtige Antwort auf ausgesprochen knifflige Fragen (Wo wurden die Außenaufnahmen für den Wüstenplaneten Tattooine gedreht? Richtig, in Matmata in Tunesien. Welche Firma vertrieb die originalen Star-Wars-Actionfiguren? Richtig, Kenner Toys!).

Der Film war für Onkelchen natürlich ein Fest, er hatte ihn zwar schon unzählige Male gesehen, aber bis dato eben nie in der englischen Originalfassung auf der Leinwand. Tante Dilein konnte hingegen die Hingabe studieren, mit der echte Fans den Film verfolgen und wie sie in jeder Szene mitgehen. Bei der Zerstörung des Todessterns brach zum Beispiel das gesamte Publikum in Szenenapplaus aus. Insofern keimte ausgerechnet in einem Nest namens Hope neue Hoffnung für den zu Ende gehenden Urlaub der beiden auf. 

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