Ich und die Meinen

Ich und die Meinen

Herzlich willkommen!

So, das bin ich! Ich bin Kurt Palfi. Ich habe mir gedacht, jetzt muss mal ein neues Foto her. Leider hat Onkelchen ein Nacktfoto von mir hochgeladen. Aber ich sehe doch noch recht proper aus!
Wir (das sind ich, mein missratener Sohn Gianni Dona und Onkelchen, der alles für uns tippt) lästern in diesem Blog über alles, was gerade anfällt: Fußball, Politik, Film und Fernsehen, alles Mögliche. Viel Spaß!

Samstag, 18. Mai 2013

Herzliche Glückwünsche nach Dänemark! Und ... Deutschland steht wieder am ESC-Abgrund!

Lasst uns niedersitzen zu Trauermären von der Kön'ge Tod - das könnte man ja nun als Quintessenz aus dem gerade zu Ende gegangenen Eurovision Song Contest ziehen, den Onkelchen immer noch viel lieber als Grand Prix Eurovision bezeichnet. Tjaja, alte Gewohnheiten sterben nicht aus. Wir haben uns zwar in letzter Zeit etwas rar gemacht, aber in Zeiten höchster nationaler Not ist natürlich auf Euren Kurt Palfi und sein Onkelchen Verlass. Wir analysieren die neuerliche deutsche Grand-Prix- oder ESC-Pleite messerscharf!

Man hatte ja geglaubt, mit Lenas Sieg 2010 sei so etwas wie ein neues Zeitalter für Deutschland im ESC angebrochen. Keine trostlosen Platzierungen mehr im hinteren Drittel des Plateaus, stattdessen hoffnungsvolle Beiträge, vorgetragen von strahlenden deutschen Stimmen. Man hoffte, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Und nun regiert wieder Tristesse. Was war los? Eine berechtigte Frage, finden wir!

Das Krisenteam aus dem ESC-Experten Onkelchen (der vor genau 20 Jahren in der deutschen ESC-Jury für den Bewerb von 1993 in Millstreet/Irland saß) und mir hat nun natürlich die Köpfe zusammengesteckt und einige Gründe für die total katastrophale Platzierung des deutschen Beitrages gefunden. Der 21. Platz nagt natürlich am deutschen Selbstbewusstsein, und da ist es nur ein schwacher Trost, wenn sich kommenden Samstag am Borsigplatz in Dortmund oder auf der Münchner Ludwigstraße ein paar verstreute Fußballfans über den Henkelpott freuen. Denn der ESC ist zumindest nach unserer Auffassung unendlich viel wichtiger. Aber hier die Gründe für das schwache deutsche Abschneiden:

1. Was in einem ESC-Jahr erfolgreich ist, zieht im nächsten überhaupt nicht mehr. Das ist eine der ältesten ESC-Regeln. In einem Jahr sind z.B. Balladen gefragt, im nächsten hängen sie allen zum Halse raus. Cascadas Lied "Glorious" mit seinem hymnischen Refrain ist oft stilistisch mit dem Vorjahres-Siegerlied von Loreen verglichen worden. Nach der deutschen Vorausscheidung gab es ungewöhnlich scharfe Plagiatsvorwürfe,  die ARD beauftragte unseres Wissens sogar ein Gutachten, das ausschließen sollte, dass es sich um ein Plagiat handelte. "Glorious" hätte also entweder im letzten oder im nächsten Jahr antreten müssen. Dieses Jahr gab es mit diesem speziellen hymnischen Stil nichts zu erben.  

2. Deutschlands Beliebtheit in Europa ist wieder mal auf einem Tiefpunkt angelangt. In gewisser Weise hat also Angela Merkel und ihr stures Beharren auf der Austeritätspolitik dem deutschen Beitrag die Chancen auf höhere Weihen verbaut. Deutschland hätte dieses Jahr nicht mal Chancen gehabt, wenn wir den auferstandenen Elvis auf die Bühne gekarrt hätten, der sich von John Lennon ein Lied hätte auf den Leib schreiben lassen.

Angela hat das ja selbst erkannt und deshalb gestern nachmittag noch den Papst besucht. Wahrscheinlich ging es bei dieser Audienz auch um höheren Beistand für den deutschen ESC-Beitrag. Papst Franziskus konnte aber wohl so kurz vor Torschluss hier nichts mehr ausrichten. Wahrscheinlich grollte er ja noch, dass Barcelona mit dem argentinischen Fußball-Messias Messi gegen Bayern München in der Champions League ausgeschieden ist.

Insofern, liebe ESC-Freunde: Grämt euch nicht, das ist nichts Persönliches, das war eben schlechtes Timing und außerdem ist es nicht schlecht, wenn man Angela alles in die Schuhe schieben kann. Nächste Woche singen wir dann halt alle "Rubbeldiekatz am Borsigplatz!" Das Lied zieht immer!


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