So, das bin ich! Ich bin Kurt Palfi. Ich habe mir gedacht, jetzt muss mal ein neues Foto her. Leider hat Onkelchen ein Nacktfoto von mir hochgeladen. Aber ich sehe doch noch recht proper aus! Wir (das sind ich, mein missratener Sohn Gianni Dona und Onkelchen, der alles für uns tippt) lästern in diesem Blog über alles, was gerade anfällt: Fußball, Politik, Film und Fernsehen, alles Mögliche. Viel Spaß!
Die erste Etappe ist geschafft. Land in Sicht! Unser kleiner Weltenbummler freut sich.
Das Schiff wird an der Isle of Portland im Süden Englands anlegen. Und dort wird es einen Ausflug geben. Es gibt aber auch etwas Unerfreuliches: Gianni geht einem schrecklichen Verdacht nach - aber nimmt er ihn auch ernst?
Gianni spricht von "ganz komischen Familien", bevor er sich vor Lachen schüttelt. Was ist los auf dem Schiff? Stay tuned!
Glücklicherweise scheint sich Gianni inzwischen von seiner Höhenangst erholt zu haben. Aber jetzt wartet eine neue Herausforderung auf ihn: Es geht aufs Schiff. Hier erzählt er, was ihm im Hafen so alles aufgefallen ist.
Kurz darauf ging's auf das Schiff. Und auch dazu hat Gianni sich seine Gedanken gemacht:
Kurz vor dem Auslaufen schaute dann noch ein Ausflugsboot vorbei.
Vor ein paar Wochen hat mein missratener Sohn Gianni sich einen großen Wunsch erfüllt: Er schlich sich ins Gepäck von Onkelchen und hat auf diese Weise eine Kreuzfahrt mitgemacht. Onkelchen hat alle Stationen der Reise im Bild festgehalten. Los ging es in Hamburg. Viel Spaß! (Tipp: Gianni hat eine etwas merkwürdige Ausdrucksweise. Im Zweifelsfall einfach die Untertitel aktivieren.)
Eigentlich wollte Onkelchen schon längst eine zweite Folge der Reihe "Alte Games" schreiben. Aber ausgerechnet das Spiel, das er vorstellen wollte, nämlich "Red Storm Rising" von Microprose, fand er nicht mehr in seiner C64-Sammlung. Der Zufall kam ihm zu Hilfe: Weil es mittlerweile auch auf dem iPad die Möglichkeit gibt, alte DOS-Spiele auszuführen (dafür gibt es die App iDOS), war es ihm möglich, sich eine PC-Version des Spiels herunterzuladen und das Spiel anzuwerfen.
Worum geht's? Kurz gesagt: "Red Storm Rising" ist der Versuch, eine taktische U-Boot-Simulation auf Heimcomputer aus der PC-Steinzeit zu bringen. Es geht dabei um Atom-U-Boote auf dem technischen Stand der 1980er-Jahre (das Spiel erschien erstmals 1988 für C64, MS-DOS und einige andere Systeme und 1990 für den Amiga). Grundlage dafür ist das Buch "Red Storm Rising" des Amerikaners Tom Clancy, der unter anderem auch "Jagd auf Roter Oktober" verfasst hat. Das US-Softwarehaus Microprose, das bereits ein paar Jahre vorher das Spiel "Silent Service" auf den Markt gebracht hat – ein U-Boot-Spiel, das im Zweiten Weltkrieg angesiedelt war – ergriff die Gelegenheit. Es entwickelte um den Stoff des Romans, in dem es um einen Krieg der Sowjetunion gegen die NATO geht, ein U-Boot-Taktikspiel mit Simulationselementen.
Was Microprose in seiner besten Zeit immer sehr gut konnte, war, realitätsnahe Elemente mit Spielbarkeit zu verknüpfen. Dazu kamen ausführliche gedruckte Handbücher, die die Hintergründe anschaulich vermittelten (und die dazu beitrugen, dass Onkelchen seine Englischkenntnisse sehr verbessern konnte, denn zu diesem Zeitpunkt gab es die nur im englischen Original). Microprose entschied sich deshalb dafür, das Spiel größtenteils auf einer taktischen Karte stattfinden zu lassen, auf dem sich das U-Boot des Spielers (in Blau) und die gegnerischen Einheiten (in Rot) einander gegenüberstanden. Je nach Schwierigkeitsgrad musste der Spieler auch noch die gegnerischen Kräfte anhand ihrer Sonar-Signaturen identifizieren. (also das, was der Sonarmann "Jonesy" im Film "Hunt for Red October" geradezu zu einer Kunstform erhoben hat).
Obwohl die Darstellung auf der taktischen Karte sehr abstrakt gehalten ist (selbst tödliche Torpedos sind lediglich als Blips dargestellt), funktioniert das Spiel sehr gut und ist auch heute noch ausgesprochen interessant und gut spielbar. Spätere U-Boot-Simulationen wie "688 (I)" bildeten die technischen Aspekte natürlich besser ab, sie waren ja auch für leistungsfähigere Systeme entwickelt worden. Was aber "Red Storm Rising" im frühen PC-Pleistozän gelang, war, die taktischen Informationen so zu visualisieren, dass der Spieler immer auf der Höhe des Geschehens blieb. Und trotz einer Fülle von Tastaturbefehlen (die Originalpackung enthielt eine Tastaturmaske aus Pappe, die eine Übersicht über die wichtigsten Anweisungen und Kommendos bot) blieb das Programm immer spielbar und herausfordernd. Und witzigerweise gelingt es dem Spiel auch heute noch - trotz seiner spartanischen Aufmachung - zu überzeugen.
Dass vor ein paar Jahren mit "Cold Waters" ein "geistiger Nachfolger" erschien, der mit einer verbesserter grafischer Präsentation aufwartete, den Kern des Spieles aber nicht antastete, spricht Bände: "Red Storm Rising" ist ein Klassiker, der bei Freunden von U-Boot-Simulationen immer noch einen ausgezeichneten Ruf hat.
Es sind noch ein paar Tage, dann wird wieder einmal die geheimnisvolle Zeremonie beginnen, die die Menschen weltweit fasziniert - egal ob sie Katholiken sind oder nicht. Das jahrhundertealte Zeremoniell der Papstwahl mit den Paraphernalien wie dem Schließen der Türen der Sixtinischen Kapelle, dem schwarzen und weißen Rauch, der als einzige Form der Kommunikation zwischen den eingeschlossenen Kardinälen und der Außenwelt dient, bis hin zu der lateinischen Formel: "Annuncio vobis gaudium magnum: Habemus papam!", mit der dann der neue Pontifex auf der Loggia des Petersdomes vorgestellt wird.
Egal, wie es ausgehen wird: Es ist praktisch unmöglich, das Ergebnis des Konklaves vorherzusagen. Es wird ja sozusagen solange gewählt, bis es passt - und bis dahin können einige Favoriten gestürzt und wieder nach oben gekommen sein. Es wird in jedem Falle spannend.
Diese Geschichte beginnt mit einem Knall. Eigentlich knallte es sogar zweimal. Es begab sich, dass Onkelchen in seinem Büro saß, sinnlos auf seinen Monitor stierte und sich geistig auf die Mittagspause vorbereitete. Da rumste es markerschütternd, die Fensterscheiben zitterten und alle fragten sich, was zur Hölle gerade passiert war. Wenige Minuten später rumste es nochmal, fast sogar noch stärker als beim ersten Mal. Spätestens jetzt war klar: Irgendetwas musste sie Schallmauer durchbrochen haben. Onkelchen telefonierte, verschickte E-Mails und gegen Nachmittag stellte sich dann heraus, dass zwei Jagdflugzeuge der Luftwaffe vom Typ Eurofighter die Schallmauer durchbrochen hatten, als sie einen Übungsflug absolvierten.
Damit hätte die Sache ihr Bewenden haben können. Aber Onkelchen erinnerte sich, dass es einmal, vor langer Zeit, ein Computerspiel gegeben hatte, mit dem man selbst quasi ins Cockpit eines Eurofighters schlüpfen konnte: EF2000 von der englischen Softwarefirma Digital Image Design, kurz DID. In den 1990er-Jahren zählte DID neben den amerikanischen Branchengrößen MicroProse, Spectrum HoloByte und dem englischen Softwarehaus Digital Integration zu den führenden Herstellern militärischer Flugsimulationen. Dabei konzentrierte sich DID auf Militärflugzeuge, die sich zu diesem Zeitpunkt gerade in der Entwicklung befanden wie den Eurofighter EF2000 und den amerikanischen Luftüberlegenheitsjäger F22. Der Eurofighter absolvierte 1994 seinen Erstflug; etwa ein Jahr später brachte das Team um Martin Kenwright die seinerzeit bahnbrechende Flugsimulation heraus, mit der PC-Piloten Einsätze mit dem Eurofighter fliegen konnten.
Die Kritiken waren einhellig positiv. Die PC-Player, das seinerzeit für Onkelchen maßgebliche PC-Spielemagazin, vergab für das Game sogar eine 90-Prozent-Wertung und erklärte EF2000 zum damals besten Spiel seiner Art. "Für mich ist der Eurofighter die mit Abstand beste Flugsimulation", schrieb damals der PC-Player-Autor Florian Stangl. Und mit dieser Meinung stand er nicht alleine. "EF2000 ist der schönste Simulator, den ich bisher gespielt habe und setzt auch simulationstechnisch neue Maßstäbe", schrieb das Konkurrenzblatt "Power Play". Leider waren die Hardwareanforderungen zu dieser Zeit ebenfalls ziemlich hoch. Onkelchen, der als Kind gerne Pilot werden wollte, dann eine Brille verpasst bekam und dann diesen Traum begraben musste, versuchte eigentlich jedes Simulationsspiel auszuprobieren, das er in die Finger bekommen konnte. Aber sein PC war damals nicht leistungsfähig genug, um EF2000 spielen zu können.
Einige Jahre vergingen. Onkelchen setzte seinen ersten Job in den Sand, den zweiten auch, und erst beim dritten funktionierte es einigermaßen. Onkelchen kaufte sich vom ersten Geld einen neuen PC, der mit einer der damals revolutionären 3D-Beschleunigerkarten ausgestattet war. Der Beschleunigerkarte lag zufällig eine CD mit dem Spiel EF2000 bei, ein sogenanntes Bundle. Onkelchen freute sich natürlich über diese kostenlose Zugabe. Aber ach, er schaffte es nicht, das Spiel zum Laufen zu bringen. Er steckte da wirklich viel Zeit rein, aber ohne Erfolg. Stattdessen kaufte er sich etwas später den Nachfolgetitel "F22 Air Dominance Fighter", ebenfalls von DID. Der lief ohne Probleme und war zudem mit ausführlichem Begleitmaterial wie einem mehrere Hundert Seiten dicken Handbuch, einer Tastaturschablone mit den wichtigsten Befehlen und einem weiteren informativen Begleitbuch ausgestattet, das die wichtigsten Militätflugzeuge der Welt vorstellte. Man bekam damals als Flugsimulations-Fan jede Menge Gegenwert für sein Geld.
Die 1990er-Jahre waren insgesamt das goldene Zeitalter für PC-Flugsimulationen mit militärischem Charakter. Einen großen Anteil daran hatte der Golfkrieg von 1991. In der Berichterstattung von CNN & Co. wurde die damals aktuelle miltärische Hardware ausgesprochen prominent dargestellt, der anscheinend schnelle Sieg der US-geführten Koalition (die Spätfolgen vermochte damals noch niemand zu ahnen) machte die Flugzeuge aus US-amerikanischer Produktion cool. Außerdem waren die PCs in dieser Zeit leistungsfähig genug geworden, um zumindest einige Aspekte von militärischen Kampfflugzeugen akkurat zu simulieren.
EF2000 überzeugte damals nicht nur durch das Flugmodell (also das simulierte Flugverhalten, offenbar hatte DID sehr gute Kontakte zu den Testpiloten der Royal Air Force), sondern auch durch das Setting in Nordeuropa und nicht zuletzt durch seine sogenannte dynamische Kampagne. Kurz gesagt, bedeutet das, dass der virtuelle Pilot nicht einfach eine Reihe vorgegebener Aufträge fliegen muss, sondern dass im Hintergrund tatsächlich Kampfhandlungen simuliert werden und die Leistungen des Spielers Einfluss auf den Verlauf dieses Kriegsgeschehens haben. Simpel gesagt: Zerstörtder Pilot im Rahmen eines Auftrags eine Brücke, dann hindert er die virtuellen gegnerischen Streitkräfte am Vormarsch und beeinflusst damit den Kampfverlauf für seine Seite günstig. Gelingt es ihm dagegen nicht, die Brücke zu zerstören, dann ist der Gegner im Vorteil. Diese Spielintelligenz war damals etwas Neues und sorgte für zusätzliche Motivation.
Die Nachwirkung von EF2000 war damals nicht so groß, wie die zeitgenössischen Spieletester vermuteten. Als es erschien, lief das Spiel unter DOS. Im selben Jahr erschien jedoch Windows 95 und etablierte damit Windows als Betriebssystemumgebung auch für Computerspiele. DID schob zwar schnell eine Windows-Version nach und später noch eine weitere, die in der Lage war, die damals neuen Grafik-Beschleunigerkarten auszunutzen. Diese Vielfalt unterschiedlicher Versionen erschwerte aber den Spielefans die Orientierung, und zudem war die Version mit der 3dfx-Unterstützung nur in den USA erhältlich.
Als nun vor ein paar Wochen der Überschallknall der Eurofighter die Fenster erzittern ließ, erinnerte sich Onkelchen wieder an die Eurofighter-Simulation. Er fand mehrere Versionen der Software auf diversen Abandonware-Seiten. Weil es mittlerweile mit DOSBox eine Systemumgebung gibt, mit der man Spiele aus dem DOS-Zeitalter auch auf modernen Rechnern zum Laufen bringen kann, war es diesmal kein Problem, den Titel zum Laufen zu bringen. Auch deshalb, weil sehr fleißige Enthusiasten einen sogenannten "Wrapper" namens "EF2000 Reloaded" entwickelt haben, der die passende DOSBox-Version gleich mitbringt und der es zudem erlaubt, die wichtigen Einstellungen (Grafikauflösung, Steuergerät, etc.) bequem vorzunehmen. Die Grafik, seinerzeit noch hoch gepriesen, wirkt heutzutage allerdings sehr simpel und sehr abstrakt. Aber EF2000 funktioniert bei Onkelchen. Fast 30 Jahre nach Erscheinen.
Was ist das für ein Wochenende! Die deutsche A-Nationalmannschaft der Herren verliert erschreckend deutlich (aber verdient) gegen Japan, der DFB zieht die Notbremse und installiert (zumindest für ein Spiel) Rudi Völler und Hannes Wolf und auf der anderen Seite der Erdkugel gewinnt das deutsche Nationalteam die Basketball-WM. Selten so viel Betrieb gehabt. Und da stellt sich natürlich die Frage: Ist Rudi Völler der Richtige, um den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen? Mit Tiefpunkten bei der Nationalmannschaft kennt er sich ja aus:
Onkelchen tut es eigentlich sehr leid, dass Flick demissionieren musste. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass ein Trainer, der auf Vereinsebene mit dem FC Bayern alle wichtigen Titel gewonnen hat und irgendwo auch als heimlicher Architekt des WM-Sieges von 2014 in Rio galt, nun entlassen wurde. So hart ist mittlerweile das Geschäft.
Aber man muss sich auch fragen: Braucht es tatsächlich eine solche Überbetreuung der A-Nationalmannschaft in einem Luxus-Wüsten-Resort während der WM? Was sagt es dem geneigten Zuschauer, wenn die Spieler in einem Mannschafts-Meeting mit toten Augen dasitzen und sich der Cheftrainer einen abbricht, um sie zu bespaßen? Der Trainer stellt eine Frage, und in der Mannschaft regt sich nichts - fast wie in einem Proseminar, in dem alle schlecht vorbereitet sind?
Was hilft es, wenn die psychologische Abteilung der Mannschaft eine Doku über Graugänse zeigt - sollte man da vielleicht nicht besser eine Einheit am Kopfballpendel einplanen? Was bringt ein Statistik-Taktiknerd im Trainerteam, der mehr Daten generiert als ein normaler Mensch jemals behalten kann? Das zumindest suggeriert die Dokumentation auf Amazon Prime, die sich mit dem gescheiterten Katar-Abenteuer der deutschen Nationalmannschaft befasst.
Nun war wieder einmal der Trainer das augenscheinlich schwächste Glied in der Kette. Doch man sollte nicht erwarten, dass eine Mannschaft, die gestern gegen Japan verliert, am Dienstag Frankreich weghauen wird. Das wird nicht passieren. Und was, wenn die nächsten Länderspiele keine deutliche Besserung bringen?
Mag sein, dass der DFB die Notbremse ziehen musste. Aber die Ablösung von Flick bringt nur etwas, wenn a) neben den bekannten Stammkräften auch Spieler von Vereinen wie Union Berlin (Rani Khedira!!!) und anderen Clubs berücksichtigt werden und b) eine Abkehr von dem verkopften Fußballverständnis der Ära Löw erfolgt.